Duales Studium

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Alle Informationen: Duales Studium

Ein duales Studium verbindet ein Hochschulstudium mit festen Praxisphasen in einem Unternehmen. Du lernst also nicht nur an der Hochschule, sondern arbeitest parallel bei einem Praxispartner. Dadurch sammelst du schon während des Studiums Berufserfahrung, verdienst häufig dein erstes eigenes Gehalt und kannst das Gelernte direkt im Arbeitsalltag anwenden.

Für viele ist das duale Studium eine gute Wahl, wenn sie sich nicht zwischen Studium und Ausbildung beziehungsweise Berufspraxis entscheiden möchten. Du bekommst akademisches Wissen, lernst ein Unternehmen von innen kennen und baust dir früh ein berufliches Netzwerk auf.

Auf studieren-studium.com findest du duale Studiengänge aus vielen Fachrichtungen – zum Beispiel BWL, Informatik, Wirtschaftsinformatik, Maschinenbau, Soziale Arbeit, Gesundheitsmanagement, Marketing, Medien, Technik oder Wirtschaftsingenieurwesen.

  • Dauer: meist 6 bis 8 Semester, je nach Modell auch länger
  • Abschluss: meistens Bachelor, teilweise auch Master
  • Studienmodelle: ausbildungsintegriert, praxisintegriert, berufsintegriert oder berufsbegleitend
  • Praxis: feste Praxisphasen bei einem Unternehmen oder einer Einrichtung
  • Vergütung: häufig monatliches Gehalt durch den Praxispartner
  • Voraussetzungen: Hochschulzugangsberechtigung und meist ein Vertrag mit einem Praxisunternehmen
  • Geeignet für: alle, die Theorie und Praxis verbinden und früh Berufserfahrung sammeln möchten

Ein duales Studium ist ein Studienmodell, bei dem Hochschule und Unternehmen eng zusammenarbeiten. Du studierst an einer Hochschule, Fachhochschule, Dualen Hochschule, Berufsakademie oder privaten Hochschule und verbringst einen Teil deiner Studienzeit im Unternehmen.

Die Theorie- und Praxisphasen sind dabei aufeinander abgestimmt. Was du im Studium lernst, kannst du im Betrieb anwenden. Umgekehrt bringst du Erfahrungen aus dem Unternehmen wieder in Projekte, Seminare oder Abschlussarbeiten ein.

Je nach Modell schließt du am Ende mit einem akademischen Grad ab, zum Beispiel Bachelor of Arts, Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering. Bei ausbildungsintegrierten dualen Studiengängen kommt zusätzlich ein anerkannter Berufsabschluss dazu.

Der Ablauf hängt vom Studiengang, der Hochschule und dem Praxispartner ab. Häufig wechseln sich Studienphasen und Praxisphasen regelmäßig ab. Manche duale Studiengänge arbeiten mit Wochenmodellen, andere mit längeren Blockphasen.

  • Beim Wochenmodell bist du zum Beispiel einige Tage pro Woche an der Hochschule und die restlichen Tage im Unternehmen.
  • Beim Blockmodell verbringst du mehrere Wochen oder Monate am Stück an der Hochschule und wechselst danach für eine längere Praxisphase in den Betrieb.

In vielen dualen Studiengängen gibt es keine klassischen Semesterferien wie im normalen Studium. Vorlesungsfreie Zeiten werden oft für Praxisphasen genutzt. Dafür hast du als dual Studierende oder dual Studierender in der Regel Urlaubstage, die über deinen Vertrag mit dem Unternehmen geregelt sind.

Ein duales Bachelorstudium dauert meistens sechs bis acht Semester. Ausbildungsintegrierte Modelle können länger dauern, weil du neben dem Studium auch eine Berufsausbildung absolvierst. Dann sind vier bis fünf Jahre möglich. Ein dualer Master dauert häufig vier bis fünf Semester. Er richtet sich meist an Personen, die bereits einen Bachelorabschluss haben und Studium und Berufspraxis weiter verbinden möchten. Die genaue Studiendauer steht im Studienplan, in der Studienordnung oder auf der Seite der jeweiligen Hochschule.

Nicht jedes duale Studium ist gleich aufgebaut. Besonders wichtig ist die Frage, ob du zusätzlich zum Studium eine Berufsausbildung machst, in einem Unternehmen angestellt bist oder Praxisphasen ohne separaten Berufsabschluss absolvierst.

Ausbildungsintegriertes duales Studium | Beim ausbildungsintegrierten dualen Studium kombinierst du ein Hochschulstudium mit einer anerkannten Berufsausbildung. Du lernst an drei Orten: an der Hochschule, im Unternehmen und je nach Ausbildung auch an einer Berufsschule. Am Ende hast du meist zwei Abschlüsse: einen akademischen Bachelor und einen Berufsabschluss, zum Beispiel über eine Kammerprüfung. Dieses Modell passt gut, wenn du nach der Schule direkt studieren und gleichzeitig eine Berufsausbildung machen möchtest.

Praxisintegriertes duales Studium | Beim praxisintegrierten dualen Studium absolvierst du ein Hochschulstudium mit festen Praxisphasen im Unternehmen. Du erhältst am Ende einen akademischen Abschluss, aber keinen zusätzlichen Berufsabschluss. Dieses Modell ist besonders verbreitet. Es eignet sich gut, wenn du früh Berufserfahrung sammeln möchtest, ohne parallel eine vollständige Ausbildung zu machen.

Berufsintegriertes duales Studium | Ein berufsintegriertes duales Studium richtet sich vor allem an Menschen, die bereits berufstätig sind. Du arbeitest weiterhin in deinem Beruf, reduzierst häufig deine Arbeitszeit und studierst parallel in einem fachlich passenden Bereich. Die Inhalte aus Studium und Beruf hängen eng zusammen. Dieses Modell kann sinnvoll sein, wenn du dich im aktuellen Beruf weiterentwickeln oder für neue Aufgaben qualifizieren möchtest.

Berufsbegleitendes duales Studium | Beim berufsbegleitenden dualen Studium arbeitest du meist weiter und studierst zusätzlich, oft abends, am Wochenende oder mit digitalen Lernformaten. Der Unterschied zum klassischen berufsbegleitenden Studium ist, dass dein Arbeitgeber in das Studienmodell eingebunden sein kann. Je nach Hochschule wird dieses Modell nicht immer eindeutig als duales Studium eingeordnet. Deshalb solltest du genau prüfen, wie stark Studium und Beruf tatsächlich miteinander verzahnt sind.

Der wichtigste Unterschied liegt darin, ob du zusätzlich einen Berufsabschluss machst.

  • Wenn du ein ausbildungsintegriertes duales Studium wählst, bekommst du neben dem Hochschulabschluss auch einen anerkannten Ausbildungsabschluss. Das ist anspruchsvoll, kann sich aber lohnen, wenn du sowohl akademisch als auch berufspraktisch breit aufgestellt sein möchtest.
  • Beim praxisintegrierten dualen Studium sammelst du ebenfalls viel Berufserfahrung, schließt aber nur mit dem akademischen Grad ab. Dafür ist das Modell oft etwas schlanker und stärker auf den Hochschulabschluss ausgerichtet.

Beide Varianten können sinnvoll sein. Entscheidend ist, was besser zu deinem Ziel passt: zwei Abschlüsse und eine klare Berufsausbildung oder ein stärker studienorientiertes Modell mit festen Praxisphasen.

Duale Studiengänge gibt es in vielen Bereichen. Besonders häufig sind sie in Wirtschaft, Technik, Informatik, Gesundheit und Sozialwesen vertreten.

Beliebte Fachrichtungen sind zum Beispiel:

  • Betriebswirtschaftslehre und Business Management
  • Wirtschaftsinformatik
  • Informatik und Software Engineering
  • Maschinenbau
  • Elektrotechnik
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Gesundheitsmanagement
  • Soziale Arbeit
  • Pflege und Therapien
  • Marketing und Kommunikation
  • Medienmanagement
  • Tourismus und Eventmanagement
  • Bank, Finanzen und Rechnungswesen
  • Public Management
  • Immobilienmanagement

Nicht jede Fachrichtung ist überall gleich stark vertreten. In technischen und wirtschaftlichen Bereichen ist das duale Studienangebot besonders groß. In manchen künstlerischen, geisteswissenschaftlichen oder medizinischen Fächern gibt es weniger duale Möglichkeiten.

Für ein duales Studium brauchst du in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung. Das kann je nach Land und Hochschule zum Beispiel Abitur, Matura, Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife, Berufsreifeprüfung oder eine andere anerkannte Studienberechtigung sein.

Zusätzlich brauchst du meist einen Vertrag mit einem Praxispartner. Ohne Unternehmen oder Einrichtung ist ein duales Studium oft nicht möglich. Manche Hochschulen verlangen den Vertrag bereits bei der Bewerbung, andere unterstützen dich nach der Studienplatzzusage bei der Suche.

Je nach Studiengang können weitere Voraussetzungen dazukommen, zum Beispiel:

  • gute Schulnoten
  • Aufnahmegespräch
  • Assessment-Center
  • Motivationsschreiben
  • Eignungstest
  • praktische Vorerfahrung
  • Sprachkenntnisse
  • technisches oder kaufmännisches Grundverständnis

Bei berufsintegrierten oder berufsbegleitenden dualen Studiengängen können eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung wichtiger sein als der klassische schulische Hochschulzugang.

Ja, ein duales Studium kann unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Abitur oder Matura möglich sein. Häufig brauchst du dafür eine abgeschlossene Berufsausbildung, mehrere Jahre Berufserfahrung oder eine Aufstiegsfortbildung, zum Beispiel als Meister/in, Techniker/in, Fachwirt/in oder Betriebswirt/in.

Die Regeln unterscheiden sich je nach Land, Bundesland, Hochschule und Studiengang. Manchmal ist der Zugang nur für fachlich passende Studiengänge möglich. In anderen Fällen brauchst du ein Beratungsgespräch, eine Eignungsprüfung oder ein Probestudium.

Wenn du ohne klassische Hochschulreife dual studieren möchtest, solltest du die Voraussetzungen direkt bei der Hochschule und beim Praxispartner prüfen.

Bei der Bewerbung gibt es zwei typische Wege. Entweder bewirbst du dich zuerst bei einem Unternehmen, das einen dualen Studienplatz anbietet. Wenn du angenommen wirst, erfolgt die Einschreibung an der kooperierenden Hochschule meist anschließend.

Oder du bewirbst dich zuerst an einer Hochschule und suchst danach einen passenden Praxispartner. Manche Hochschulen unterstützen dich dabei mit Unternehmenslisten, Jobbörsen oder Beratung.

Für die Bewerbung brauchst du häufig:

  • Lebenslauf
  • Motivationsschreiben
  • Zeugnisse
  • Nachweise über Praktika oder Berufserfahrung
  • eventuell Arbeitsproben oder Eignungstests
  • Vorbereitung auf Vorstellungsgespräch oder Assessment-Center

Bewirb dich frühzeitig. Duale Studienplätze sind oft beliebt und die Bewerbungsfristen starten bei vielen Unternehmen deutlich vor Studienbeginn.

Der Praxispartner ist ein zentraler Teil des dualen Studiums. Du kannst ihn über die Hochschule, über Unternehmensseiten, Jobbörsen, Studienportale oder eigene Bewerbungen finden.

Bei der Auswahl solltest du nicht nur auf den Namen des Unternehmens achten. Wichtiger ist, ob die Aufgaben zu deinem Studiengang passen und ob du dort wirklich lernen kannst, was für dein späteres Berufsziel wichtig ist.

Achte besonders auf:

  • passende Tätigkeiten im Unternehmen
  • klare Betreuung während der Praxisphasen
  • gute Abstimmung mit der Hochschule
  • transparente Vergütung
  • Übernahme der Studiengebühren
  • mögliche Übernahme nach dem Abschluss
  • Standort und Pendelzeit
  • Vertragsbedingungen und Bindungsfristen

Ein bekannter Praxispartner klingt attraktiv. Noch wichtiger ist aber, dass du dort fachlich gut begleitet wirst und echte Einblicke in dein Berufsfeld bekommst.

Für ein duales Studium schließt du meist einen Vertrag mit dem Praxisunternehmen. Je nach Modell kann das ein Ausbildungsvertrag, Arbeitsvertrag, Studienvertrag, Praktikumsvertrag oder Kooperationsvertrag sein.

Im Vertrag werden wichtige Punkte geregelt, zum Beispiel:

  • Beginn und Dauer des Vertrags
  • Arbeits- und Praxiszeiten
  • Vergütung
  • Urlaubstage
  • Studiengebühren und Kostenübernahme
  • Pflichten des Unternehmens
  • Pflichten der Studierenden
  • Regelungen bei Prüfungen
  • mögliche Übernahme nach dem Studium
  • Kündigung
  • Rückzahlungsklauseln

Lies den Vertrag genau. Besonders wichtig sind Regelungen zu Studiengebühren, Bindungsfristen und Rückzahlungspflichten. Wenn das Unternehmen deine Studienkosten übernimmt, kann es sein, dass du nach dem Abschluss eine bestimmte Zeit im Unternehmen bleiben sollst.

Die Kosten hängen von Hochschule, Studiengang und Praxispartner ab. Häufig übernimmt das Unternehmen die Studiengebühren ganz oder teilweise. Zusätzlich bekommst du in vielen dualen Studiengängen eine monatliche Vergütung.

Trotzdem können Kosten entstehen, zum Beispiel für:

  • Semesterbeiträge
  • Lernmaterialien
  • Fahrtkosten
  • Unterkunft am Hochschulort
  • technische Ausstattung
  • Prüfungsgebühren
  • Reisen zwischen Hochschule und Praxisbetrieb

Wenn du die Studiengebühren selbst zahlen musst, unterscheiden sich die Kosten stark. Staatliche Hochschulen sind meist günstiger als private Anbieter. Bei privaten Hochschulen können monatliche Studiengebühren anfallen.

Prüfe deshalb vor der Entscheidung, welche Kosten wirklich vom Unternehmen übernommen werden und welche Ausgaben du selbst tragen musst.

Viele dual Studierende erhalten ein monatliches Gehalt. Die Höhe hängt vom Unternehmen, der Branche, dem Studienmodell, dem Studienjahr und möglichen Tarifverträgen ab.

  • Bei ausbildungsintegrierten Studiengängen orientiert sich die Vergütung häufig an einer Ausbildungsvergütung und kann mit jedem Jahr steigen.
  • In praxisintegrierten Studiengängen kann die Bezahlung anders geregelt sein.

Manche Unternehmen zahlen durchgehend, andere nur während der Praxisphasen. Neben dem Gehalt übernehmen manche Praxispartner zusätzliche Kosten, zum Beispiel Studiengebühren, Fahrtkosten, Lehrmaterialien oder ein Semesterticket.

Das höchste Gehalt ist nicht automatisch das beste Angebot. Achte auch auf Betreuung, Aufgaben, Übernahmechancen und Vertragsbedingungen.

Beide Studienformen verbinden Studium und Arbeit, funktionieren aber unterschiedlich.

Beim dualen Studium sind Praxisphasen fester Bestandteil des Studienplans. Hochschule und Unternehmen arbeiten zusammen, und die berufliche Tätigkeit passt in der Regel zum Studienfach. Oft werden Praxiszeiten auch als Studienleistung anerkannt. Ein duales Studium passt gut, wenn du gezielt in ein Berufsfeld einsteigen und eng mit einem Praxispartner lernen möchtest. 

Beim berufsbegleitenden Studium arbeitest du neben dem Studium, aber Job und Studium müssen nicht zwingend miteinander verbunden sein. Du kannst also auch in einem anderen Bereich arbeiten und unabhängig davon studieren. Ein berufsbegleitendes Studium passt besser, wenn du bereits arbeitest und mehr Flexibilität brauchst.

Ein klassisches Studium bietet dir meist mehr Freiheit. Du kannst deinen Stundenplan flexibler gestalten, Nebenjobs selbst wählen und hast oft mehr Zeit für Hochschulleben, Auslandssemester oder fachliche Umorientierung.

Ein duales Studium ist stärker strukturiert. Du hast feste Praxisphasen, einen Vertrag mit einem Unternehmen und meist weniger freie Zeit. Dafür sammelst du Berufserfahrung, verdienst Geld und hast oft gute Chancen auf einen Berufseinstieg nach dem Abschluss.

Die Entscheidung hängt davon ab, wie du lernen möchtest. Wenn du früh praktisch arbeiten willst und Belastung gut aushältst, kann ein duales Studium sehr gut passen. Wenn du dich erst orientieren, wissenschaftlich vertiefen oder flexibler bleiben möchtest, ist ein klassisches Studium vielleicht besser.

Ja, es gibt duale Studiengänge, die mit Fernstudium oder Online-Lehre kombiniert werden. Die Theorie lernst du dann über digitale Lernplattformen, Online-Vorlesungen, Skripte oder virtuelle Seminare. Die Praxis findet weiterhin im Unternehmen statt. Ein duales Fernstudium kann besonders interessant sein, wenn Hochschule und Praxispartner nicht am selben Ort sind oder wenn du mehr zeitliche Flexibilität brauchst. Trotzdem solltest du prüfen, ob Präsenztermine, Prüfungen vor Ort oder feste Online-Termine vorgesehen sind.

Im dualen Studium gibt es ähnliche Prüfungsformen wie in anderen Studiengängen. Dazu gehören Klausuren, mündliche Prüfungen, Hausarbeiten, Präsentationen, Projektarbeiten, Fallstudien oder Portfolios.

Zusätzlich spielen Praxisberichte, Projektarbeiten aus dem Unternehmen oder Präsentationen über betriebliche Aufgaben häufig eine wichtige Rolle. Gerade darin zeigt sich der Vorteil des dualen Studiums: Du kannst echte Fragestellungen aus dem Arbeitsalltag wissenschaftlich bearbeiten.

Bei ausbildungsintegrierten Studiengängen kommen zusätzlich Prüfungen der Berufsausbildung hinzu, zum Beispiel Zwischen- und Abschlussprüfungen.

Am Ende des dualen Bachelorstudiums schreibst du eine Bachelorarbeit. Häufig entsteht das Thema aus deiner Praxis im Unternehmen. Das kann ein großer Vorteil sein, weil du reale Daten, Prozesse oder Herausforderungen aus dem Betrieb aufgreifen kannst. Typische Themen sind zum Beispiel Prozessoptimierung, Marketingkonzepte, technische Analysen, Personalentwicklung, Digitalisierung, Kundenzufriedenheit oder wirtschaftliche Auswertungen.

Je nach Hochschule folgt nach der Abgabe noch eine Präsentation oder Verteidigung der Arbeit.

Die meisten dualen Studiengänge schließen mit einem Bachelorgrad ab. Je nach Fachrichtung sind unter anderem diese Abschlüsse möglich:

Bachelor of Arts, B.A. | Häufig in Wirtschaft, Management, Sozialwissenschaften, Medien, Kommunikation oder Pädagogik.

Bachelor of Science, B.Sc. | Typisch für Informatik, Naturwissenschaften, Psychologie, Wirtschaftsinformatik oder Gesundheitswissenschaften.

Bachelor of Engineering, B.Eng. | Häufig in Technik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen, Mechatronik oder Wirtschaftsingenieurwesen.

Bachelor of Laws, LL.B. | Möglich in rechtswissenschaftlichen oder wirtschaftsrechtlichen Studiengängen.

Bachelor of Business Administration, B.B.A. | Vor allem in betriebswirtschaftlich ausgerichteten Studiengängen.

Bei einem ausbildungsintegrierten dualen Studium erhältst du zusätzlich einen anerkannten Berufsabschluss.

Ein duales Studium kann genauso anerkannt sein wie ein klassisches Studium. Entscheidend ist, dass die Hochschule staatlich anerkannt ist und der Studiengang die erforderlichen Qualitätsstandards erfüllt.

Achte bei der Auswahl auf:

  • staatliche Anerkennung der Hochschule
  • Akkreditierung des Studiengangs
  • klaren akademischen Abschluss
  • transparente ECTS-Angaben
  • echte Verzahnung von Theorie und Praxis
  • seriösen Praxispartner
  • verständliche Vertragsbedingungen

Der Begriff „duales Studium“ ist nicht immer eindeutig geschützt. Deshalb lohnt es sich, genau hinzusehen: Ist die Praxis wirklich Teil des Studiums? Gibt es einen Kooperationsvertrag? Werden Praxisphasen angerechnet? Welchen Abschluss erhältst du?

Ein duales Studium bietet viele Vorteile, besonders wenn du früh Praxiserfahrung sammeln möchtest.

Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:

  • akademischer Abschluss
  • Berufserfahrung während des Studiums
  • häufig monatliches Gehalt
  • oft Übernahme der Studiengebühren
  • gute Verbindung von Theorie und Praxis
  • frühe Kontakte im Unternehmen
  • gute Chancen auf Übernahme nach dem Abschluss
  • klare Studienstruktur
  • bei ausbildungsintegrierten Modellen zwei Abschlüsse

Gerade für Menschen, die zielstrebig in ein bestimmtes Berufsfeld einsteigen möchten, kann das duale Studium ein sehr direkter Weg sein.

Ein duales Studium ist anspruchsvoll. Du kombinierst Studium, Arbeit und Prüfungen. Dadurch bleibt weniger freie Zeit als in einem klassischen Vollzeitstudium.

Mögliche Nachteile sind:

  • hohe Belastung
  • weniger Semesterferien
  • wenig Flexibilität
  • starke Bindung an Unternehmen und Fachrichtung
  • begrenzte Studienplätze
  • aufwendige Bewerbung
  • mögliche Rückzahlungsklauseln
  • weniger Zeit für Auslandsaufenthalte oder Nebeninteressen

Du solltest also nicht nur fragen, ob ein duales Studium gut klingt, sondern auch, ob es zu deinem Alltag, deiner Belastbarkeit und deinem Berufsziel passt.

Ein duales Studium passt besonders gut zu dir, wenn du gerne praktisch arbeitest, früh Berufserfahrung sammeln möchtest und schon eine ungefähre Vorstellung von deinem beruflichen Ziel hast.

Hilfreich sind:

  • Organisationstalent
  • Belastbarkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Eigenständigkeit
  • Interesse an Theorie und Praxis
  • Motivation für ein klares Berufsfeld
  • gute Kommunikation
  • Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen

Wenn du noch völlig offen bist und erst verschiedene Fachrichtungen ausprobieren möchtest, kann ein klassisches Studium mehr Freiraum bieten. Wenn du aber weißt, wohin du willst, ist das duale Studium eine starke Möglichkeit.

Starte mit drei Fragen:

  • Welche Fachrichtung interessiert mich wirklich?
  • In welchem Berufsfeld möchte ich später arbeiten?
  • Welches Studienmodell passt zu meinem Alltag?

Danach kannst du gezielt nach dualen Studiengängen, Hochschulen, Studienorten und Praxispartnern suchen. Vergleiche nicht nur die Studieninhalte, sondern auch Ablauf, Vertrag, Vergütung, Kostenübernahme, Praxisphasen und Übernahmechancen.

Wenn du noch unsicher bist, kann ein Studienwahltest helfen, passende Fachrichtungen zu entdecken und deine Interessen besser einzuordnen.

Ein duales Studium lohnt sich besonders, wenn du Studium und Berufspraxis eng verbinden möchtest. Du lernst an der Hochschule, arbeitest im Unternehmen, verdienst häufig Geld und sammelst früh Erfahrung im Berufsfeld.

Dafür ist das Modell anspruchsvoller und weniger flexibel als ein klassisches Studium. Du brauchst Motivation, Ausdauer und ein gutes Zeitmanagement. Wenn du damit gut zurechtkommst, kann ein duales Studium ein sehr guter Einstieg in Studium und Karriere sein.

Was ist ein duales Studium?

Ein duales Studium verbindet ein Hochschulstudium mit festen Praxisphasen in einem Unternehmen. Du lernst Theorie an der Hochschule und sammelst gleichzeitig Berufserfahrung beim Praxispartner.

Wie lange dauert ein duales Studium?

Ein duales Bachelorstudium dauert meist sechs bis acht Semester. Ausbildungsintegrierte Modelle können länger dauern, weil zusätzlich eine Berufsausbildung absolviert wird.

Welche Voraussetzungen brauche ich für ein duales Studium?

Meist brauchst du eine Hochschulzugangsberechtigung und einen Vertrag mit einem Praxispartner. Je nach Studiengang können Aufnahmegespräche, Tests, gute Noten oder Berufserfahrung dazukommen.

Kann ich dual ohne Abitur oder Matura studieren?

Ja, das ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Häufig brauchst du dafür eine abgeschlossene Berufsausbildung, Berufserfahrung oder eine Aufstiegsfortbildung. Die genauen Regeln hängen von Hochschule, Land und Studiengang ab.

Bekomme ich im dualen Studium ein Gehalt?

In vielen dualen Studiengängen erhältst du eine monatliche Vergütung vom Praxispartner. Die Höhe hängt von Branche, Unternehmen, Studienmodell und Studienjahr ab.

Wer bezahlt die Studiengebühren?

Häufig übernimmt der Praxispartner die Studiengebühren ganz oder teilweise. Das ist aber nicht immer so. Prüfe deshalb vor der Vertragsunterzeichnung, welche Kosten übernommen werden und welche du selbst tragen musst.

Was ist der Unterschied zwischen ausbildungsintegriert und praxisintegriert?

Beim ausbildungsintegrierten dualen Studium machst du zusätzlich zum Studium eine anerkannte Berufsausbildung. Beim praxisintegrierten dualen Studium sammelst du Praxis im Unternehmen, erhältst aber keinen zusätzlichen Berufsabschluss.

Was ist besser: duales Studium oder normales Studium?

Das hängt von deinem Ziel ab. Ein duales Studium bietet viel Praxis, Gehalt und klare Strukturen. Ein klassisches Studium bietet meist mehr Freiheit, mehr Flexibilität und mehr Zeit zur Orientierung.

Kann ich nach dem dualen Bachelor einen Master machen?

Ja, mit einem anerkannten Bachelorabschluss kannst du dich grundsätzlich für ein Masterstudium bewerben. Ob du zugelassen wirst, hängt vom jeweiligen Masterstudiengang und seinen Voraussetzungen ab.

Ist ein duales Studium sehr stressig?

Ein duales Studium kann anstrengend sein, weil du Studium, Arbeit und Prüfungen kombinierst. Mit guter Organisation, realistischen Erwartungen und einem passenden Praxispartner ist es aber gut machbar.

Wie finde ich einen Praxispartner?

Praxispartner findest du über Hochschulen, Unternehmensseiten, Jobbörsen, Studienportale oder eigene Bewerbungen. Wichtig ist, dass das Unternehmen zum Studiengang passt und die Praxisphasen sinnvoll betreut.

Kann ich den Praxispartner wechseln?

Ein Wechsel ist oft schwierig, weil dein Vertrag und dein Studienmodell an das Unternehmen gebunden sind. In besonderen Fällen kann ein Wechsel möglich sein, sollte aber früh mit Hochschule und Praxispartner geklärt werden.