Beliebteste Studiengänge
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Beliebteste Studiengänge: Die 10 Studienrichtungen mit den meisten Studierenden
"Was soll ich studieren?" Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten – schließlich gibt es eine riesige Auswahl an Studienmöglichkeiten. Ein Blick auf die beliebtesten Studiengänge kann zumindest zeigen, welche Fächer besonders viele Studierende wählen. Hier zeigen wir euch die 10 beliebtesten Studienrichtungen in Deutschland. Die Zahlen beziehen sich auf das Wintersemester 2024/25 (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Bild: Jacob Lund / AdobeStock
Platz 1: BWL Betriebswirtschaftslehre
Aufbau und Inhalte
Im BWL-Studium beschäftigst du dich damit, wie Unternehmen funktionieren, Entscheidungen treffen und wirtschaftlich erfolgreich arbeiten. Typische Inhalte sind Rechnungswesen, Finanzierung, Marketing, Personalmanagement, Controlling, Unternehmensführung, Wirtschaftsmathematik und Statistik.
Schwerpunkte
Im BWL-Studium bietet es sich aufgrund der thematischen Breite an, sich frühzeitig zu spezialisieren. Das ist zum Beispiel in den Bereichen Marketing, Human Resources, E-Commerce, Finances, Entrepreneurship, Supply Chain Management, International Management oder Controlling möglich.
Voraussetzungen
nteressieren und keine grundsätzliche Abneigung gegen Mathematik und Statistik haben. Auch analytisches Denken und Kommunikationsfähigkeit sind hilfreich. Ob ein Studiengang zulassungsbeschränkt ist, hängt von Hochschule und Studienort ab – einen allgemeinen „BWL-NC“ gibt es nicht.
Berufsaussichten
BWL-Absolvent/-innen können in nahezu allen Branchen arbeiten. Typische Bereiche sind Marketing, Vertrieb, Personalwesen, Einkauf, Controlling, Consulting, Banken und Versicherungen sowie Projekt- und Unternehmensmanagement.
Platz 2: Informatik
Aufbau und Inhalte
An zweiter Stelle folgt das Studium der Informatik. Informatik beschäftigt sich nicht nur mit Programmierung. Du lernst unter anderem, wie Software, Algorithmen, Datenbanken und Computersysteme funktionieren. Mathematik spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Typische Studieninhalte sind Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen, Software Engineering, Mathematik, Betriebssysteme und Rechnerarchitektur sowie IT-Sicherheit.
Schwerpunkte
Je nach Hochschule kannst du dich beispielsweise auf Künstliche Intelligenz, Data Science, Cyber Security, Softwareentwicklung, Robotik, Human-Computer Interaction oder Computergrafik spezialisieren.
Voraussetzungen
Logisches Denken und Freude daran, komplexe Probleme Schritt für Schritt zu lösen, sind besonders wichtig. Programmiererfahrung vor Studienbeginn ist dagegen nicht überall erforderlich. Gute Englischkenntnisse helfen, weil ein großer Teil der Fachliteratur und viele Fachbegriffe englischsprachig sind.
Berufsaussichten
Informatiker/-innen arbeiten längst nicht nur bei klassischen Softwareunternehmen. Sie werden unter anderem in Industrie, Banken, Versicherungen, Verwaltung, Beratung, Forschung und Gesundheitswesen gebraucht. Mögliche Berufe reichen von Software-Entwickler/in und IT-Consultant über Data Scientist bis zu IT-Security-Spezialist/-innen.
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Platz 3: Medizin
Aufbau und Inhalte
Das Medizin-Studium unterscheidet sich deutlich von klassischen Bachelorstudiengängen. Humanmedizin wird in Deutschland in der Regel mit der Ärztlichen Prüfung beziehungsweise dem Staatsexamen abgeschlossen.
Im Studium lernst du zunächst naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen. Typische Inhalte sind Anatomie, Physiologie, Biochemie, Pharmakologie, Pathologie, Innere Medizin und Chirurgie. Später stehen Krankheiten, Diagnostik und Behandlung stärker im Mittelpunkt. Praktische Ausbildungsabschnitte und die Arbeit mit Patientinnen und Patienten gehören ebenfalls dazu.
Voraussetzungen
Für Medizin gibt es bundesweit nur eine begrenzte Zahl an Studienplätzen. Die Vergabe erfolgt deshalb über ein besonderes Auswahlverfahren. Neben schulischen Leistungen können je nach Auswahlweg unter anderem Studieneignungstests und weitere Kriterien berücksichtigt werden. Neben guten naturwissenschaftlichen Kenntnissen solltest du Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit, Sorgfalt und Freude am Umgang mit Menschen mitbringen.
Berufsaussichten
Nach Studium und Approbation folgt für viele Ärzte und Ärztinnen eine fachärztliche Weiterbildung. Später können sie beispielsweise in Krankenhäusern, Arztpraxen, Forschungseinrichtungen, Gesundheitsbehörden oder Unternehmen der Pharma- und Medizintechnikbranche arbeiten.
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Platz 4: Psychologie
Aufbau und Inhalte
Im Psychologie-Studium untersuchst du menschliches Verhalten, Denken und Erleben wissenschaftlich. Entsprechend wichtig sind neben psychologischen Grundlagen auch Statistik und Forschungsmethoden. Typische Inhalte sind Allgemeine Psychologie, Entwicklungspsychologie, Sozialpsychologie, Persönlichkeitspsychologie, Diagnostik, Statistik und Forschungsmethoden sowie Biologische Psychologie.
Schwerpunkte
Später kannst du dich beispielsweise mit Klinischer Psychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie, Gesundheitspsychologie, Pädagogischer Psychologie oder Neuropsychologie beschäftigen.
Voraussetzungen
Psychologie zählt an vielen staatlichen Hochschulen zu den stark nachgefragten und deshalb zulassungsbeschränkten Studiengängen. Neben Interesse am Menschen solltest du vor allem analytisches Denken und die Bereitschaft mitbringen, dich intensiv mit wissenschaftlichen Methoden und Statistik auseinanderzusetzen.
Berufsaussichten
Psycholog/-innen arbeiten unter anderem im Gesundheitswesen, in Unternehmen, Beratungsstellen, Forschung, Personalentwicklung oder Bildung. Wer psychotherapeutisch arbeiten möchte, muss bei der Studienwahl besonders darauf achten, dass der Studiengang die gesetzlichen Voraussetzungen für den weiteren Ausbildungsweg erfüllt.
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Platz 5: Rechtswissenschaft / Jura
Aufbau und Inhalte
Im klassischen Rechtswissenschaft-Studium beschäftigst du dich vor allem mit drei großen Rechtsgebieten Zivilrecht, Strafrecht und Öffentliches Recht. Dazu kommen beispielsweise Europa- und Völkerrecht, Wirtschaftsrecht sowie verschiedene Schwerpunktbereiche.
Wer in Deutschland Richter/in, Staatsanwalt/Staatsanwältin oder Rechtsanwalt/Rechtsanwältin werden möchte, absolviert in der Regel den klassischen Weg über die Erste Juristische Prüfung, das Referendariat und die Zweite Juristische Staatsprüfung. Daneben gibt es rechtswissenschaftliche Bachelor- und Masterstudiengänge, die andere Berufswege eröffnen.
Voraussetzungen
Wichtig sind weniger auswendig gelernte Gesetzestexte als strukturiertes Denken, präzise Sprache und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte logisch zu beurteilen. Auch Durchhaltevermögen solltest du mitbringen.
Berufsaussichten
Neben klassischen juristischen Berufen gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten in Unternehmen, Verwaltung, Verbänden, Politik, Versicherungen, Banken und Unternehmensberatungen.
Platz 6: Wirtschaftswissenschaften
Aufbau und Inhalte
Wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge verbinden häufig Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre. Du lernst dadurch sowohl einzelne Unternehmen als auch größere wirtschaftliche Zusammenhänge zu analysieren.
Neben BWL und VWL gehören meist Mathematik, Statistik und empirische Methoden zum Studium. Je nach Studiengang kannst du dich später stärker in Richtung Unternehmensführung, Volkswirtschaft, Finance, Datenanalyse oder internationale Wirtschaft orientieren.
Voraussetzungen
Du solltest dich für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen interessieren und bereit sein, dich intensiv mit Zahlen, Modellen und Statistiken auseinanderzusetzen.
Berufsaussichten
Absolvent/-innen arbeiten beispielsweise in Unternehmen, Banken, Versicherungen, Beratungen, öffentlichen Institutionen, Forschungsinstituten oder internationalen Organisationen.
Platz 7: Soziale Arbeit
Aufbau und Inhalte
Soziale Arbeit verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit viel Praxis. Im Studium beschäftigst du dich beispielsweise mit Sozialpädagogik, Psychologie, Soziologie, Sozialrecht, Beratung und gesellschaftlichen Problemen. Praktika oder Praxissemester spielen in vielen Studiengängen eine wichtige Rolle.
Schwerpunkte
Mögliche Vertiefungen sind zum Beispiel Kinder- und Jugendhilfe, Familienarbeit, Migration und Integration, Sozialmanagement, Suchthilfe oder Arbeit mit älteren Menschen.
Voraussetzungen
Empathie und Freude an der Arbeit mit Menschen sind wichtig. Gleichzeitig solltest du lernen können, professionelle Distanz zu wahren und auch mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen.
Berufsaussichten
Sozialarbeiter/-innen sind beispielsweise in Jugendämtern, Beratungsstellen, Schulen, Kliniken, sozialen Einrichtungen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe oder Non-Profit-Organisationen tätig.
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Platz 8: Maschinenbau
Aufbau und Inhalte
Maschinenbau verbindet Mathematik, Physik und Ingenieurwissenschaften. Du beschäftigst dich damit, Maschinen, Anlagen und technische Systeme zu entwickeln, zu berechnen und zu verbessern. Typische Inhalte sind unter anderem technische Mechanik, Konstruktion, Werkstofftechnik, Thermodynamik, Fertigungstechnik, Mathematik sowie Mess- und Regelungstechnik.
Schwerpunkte
Mögliche Vertiefungen sind beispielsweise Fahrzeugtechnik, Produktions- und Fertigungstechnik, Energietechnik, Automatisierung, Mechatronik oder Luft- und Raumfahrttechnik.
Voraussetzungen
Mathematik und Physik gehören zu den Grundlagen des Studiums. Räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Interesse und problemlösendes Denken helfen ebenfalls.
Berufsaussichten
Maschinenbauingenieur/-innen arbeiten unter anderem in Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugindustrie, Energiebranche, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Forschung und Entwicklung.
Platz 9: Wirtschaftsinformatik
Aufbau und Inhalte
Wirtschaftsinformatik verbindet zwei große Bereiche: Informatik und Wirtschaft. Du lernst einerseits zu programmieren und Informationssysteme zu verstehen, beschäftigst dich andererseits aber auch mit Unternehmen, Geschäftsprozessen und Management.
Typische Inhalte sind unter anderem Programmierung, Datenbanken, Software Engineering, Betriebswirtschaftslehre, Geschäftsprozessmanagement, Mathematik und Statistik sowie Informationsmanagement.
Schwerpunkte
Je nach Hochschule sind beispielsweise Data Science, Business Analytics, IT-Management, Künstliche Intelligenz, E-Commerce oder digitale Geschäftsmodelle möglich.
Voraussetzungen
Wirtschaftsinformatik eignet sich besonders für dich, wenn du technische Themen spannend findest, aber nicht ausschließlich Informatik studieren möchtest. Logisches Denken, Mathematikkenntnisse und Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen sind wichtig.
Berufsaussichten
Typische Berufsfelder liegen an der Schnittstelle zwischen IT und Unternehmen: etwa IT-Consulting, Business Analysis, Softwareentwicklung, Datenanalyse, digitales Projektmanagement oder IT-Management.
Platz 10: Germanistik / Deutsch
Aufbau und Inhalte
Im Germanistik-Studium beschäftigst du dich wissenschaftlich mit deutscher Sprache und Literatur. Dazu gehören je nach Studiengang beispielsweise Sprachwissenschaft, ältere und neuere deutsche Literatur, Literaturtheorie und Medienwissenschaft. Ein großer Teil der Studierenden belegt Deutsch außerdem im Rahmen eines Lehramtsstudiums.
Voraussetzungen
Du solltest gerne lesen, schreiben und dich intensiv mit Sprache und Texten auseinandersetzen. Wichtig sind außerdem analytisches Denken und die Bereitschaft, umfangreiche wissenschaftliche Texte zu bearbeiten.
Berufsaussichten
Neben dem Lehramt gibt es mögliche Tätigkeitsfelder beispielsweise in Verlagen, Medien, Kulturinstitutionen, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation oder Erwachsenenbildung. Der konkrete Berufseinstieg hängt häufig stark von Studienschwerpunkten, Zusatzqualifikationen und Praxiserfahrung ab.
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Beliebteste Studiengänge nach Geschlechtern
Auch wenn die Studienwahl zunehmend vielfältiger wird, gibt es weiterhin deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das bedeutet allerdings nicht, dass bestimmte Studiengänge „Frauenfächer“ oder „Männerfächer“ sind. Gerade in vielen technischen Studienrichtungen verändert sich die Zusammensetzung langsam.
- Bei Frauen gehören Wirtschaftswissenschaften, Sozialwesen und Psychologie zu den besonders häufig gewählten Studienbereichen.
- Bei Männern folgen auf die Wirtschaftswissenschaften insbesondere Informatik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik sowie Elektro- und Informationstechnik.
Fazit: Beliebt heißt nicht automatisch passend
Dass viele Menschen ein Fach studieren, kann verschiedene Gründe haben: breite Berufsmöglichkeiten, gute Zukunftsaussichten, ein großes Studienangebot oder schlicht eine hohe Bekanntheit. Für deine eigene Studienwahl sollte die Platzierung in einem Ranking deshalb nur eine kleine Rolle spielen.
Viel wichtiger ist, ob Inhalte, Anforderungen und spätere Berufsmöglichkeiten zu deinen Interessen und Stärken passen. Schau dir deshalb nicht nur den Namen eines Studiengangs an, sondern auch Modulpläne, Schwerpunkte und mögliche Berufsfelder.
Noch unsicher? Mit unserem Studienwahltest kannst du herausfinden, welche Studienrichtungen zu deinen Interessen und Stärken passen.




