MINT Studium

Etwas machen, was nicht jeder macht? Zeigen, dass Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik cool sein können? MINT-Studiengänge machen das möglich!

Hier zeigen wir dir, wie MINT-Studiengänge aufgebaut sind und was dich im Studiengang erwartet - je nachdem, für welches konkrete Fach du dich entscheidest. Wir klären außerdem, was ein Orientierungsstudium in diesem Feld ist und warum viele Hochschulen dieses gerade im MINT-Studiengang anbieten.

MINT-Studium: Was bedeutet das?

Die Abkürzung MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und setzt sich aus deren Anfangsbuchstaben zusammen. MINT-Studiengänge fallen also allesamt in genau diese Bereiche.

  • MINT-Studienfächer im mathematischen Bereich sind beispielsweise die Mathematik, Wirtschaftsmathematik, Statistik, Technische sowie Numerische Mathematik und Finanzmathematik.
  • Im informatischen Feld sind es z.B. die Angewandte oder Technische Informatik bzw. Ingenieurinformatik, die Bioinformatik, die Medieninformatik oder die Wirtschaftsinformatik.
  • MINT-Fächer aus den Naturwissenschaften behandeln unter anderem die Biochemie, Biologie, Chemie, Physik, Geowissenschaften, Technische Physik und Geographie.
  • Die Automatisierungstechnik, Elektro- und Informationstechnik, Mikro- und Nanotechnologie, Physikalische Technik und Systems Engineering sind Studiengänge, die zu den MINT-Fächern aus dem Umfeld der Technik gehören. Die Techniker/-innen stellen dabei die größte Gruppe der Berufstätigen aus dem MINT-Feld dar. Auch die Ingenieurwissenschaften fallen in gewisser Weise in dieses Feld.

Die Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt sehen nach dem Studium jedoch nicht nur für Techniker/-innen, sondern für den gesamten MINT-Sektor sehr gut aus.

Je nach MINT-Studium stehen unterschiedliche Fachbereiche im Vordergrund.Bild: fotogestoeber / AdobeStock

Aufbau der MINT-Studiengänge

MINT-Studiengänge haben im Bachelor eine Regelstudienzeit von sechs bis sieben Semestern und können sowohl Vollzeit als auch Teilzeit studiert werden. Gegebenenfalls ist auch manchmal ein berufsbegleitendes Studium möglich. Dabei handelt es sich um "Vor-Ort-Studiengänge", man studiert also direkt am Campus.

Aber auch ein Fernstudium ist an manch einer Universität möglich. Dann studiert man zumeist abseits des Campus, also online von Zuhause aus. Dennoch können einige Einheiten als Präsenztermine geplant sein, ebenso können Prüfungen vor Ort stattfinden. Wie genau diese Elemente der universitären Ausbildung kombiniert sind, ist von der Universität abhängig.

Was allen MINT-Studiengängen gemein ist, ist der akademische Abschluss. Dieser ist im Bachelor ein Bachelor of Science (B.Sc.) und im Master ein Master of Science (M.Sc.).

Zum konkreten Aufbau ist zunächst einmal zu sagen, dass alle MINT-Fächer immer auch Inhalte der anderen Fächer miteinschließen. Das heißt, wenn man sich für den mathematischen Bereich entscheidet, hat man auch naturwissenschaftliche sowie informatik- und technikbezogene Studieninhalte. Zu einem überwiegenden Teil jedoch stehen dann die fachspezifischen Inhalte im Vordergrund.

Typische Studieninhalte im Mathematik-Studium

In einem mathematisch orientierten Studiengang beschäftigen sich die Studierenden mit Analysis, Statistik, Algebra, Wahrscheinlichkeitstheorien, Programmierung und mathematischer Software.

Wählt man beispielsweise die Wirtschaftsmathematik, werden an den Fakultäten zusätzlich noch betriebs- und volkswirtschaftliche Informationen vermittelt. Die Wirtschaftswissenschaften, Finanzmathematik und Versicherungsmathematik werden ebenfalls angesprochen. So kennt man sich nicht nur mathematisch aus, sondern lernt auch, Bilanzen und Prognosen zu erstellen oder Entscheidungen ökonomisch zu bewerten.

Das Angebot an MINT-Studiengängen im Bereich Mathematik ist groß. Hier findest du alle Studiengänge der Fachrichtungen Mathematik, Angewandte Mathematik, Statistik, Technische Mathematik und Wirtschaftsmathematik

Typische Studieninhalte im Informatik-Studium

Wählt man aus den MINT-Bereichen einen Informatik-Studiengang, behandelt man das Programmieren, Datenbanken, Algorithmen und Rechnerarchitekturen bzw. -organisation. Des Weiteren werden an der Hochschule während des Studiums Informationen zur Softwaretechnik, zu Programmierparadigmen, zur Informationstechnik und zu Betriebssystemen vermittelt.

Die Technische Informatik und Mechanik, die Elektronische Messtechnik, Signale, Systeme und System- sowie Regelungstechnik sind weitere mögliche Studieninhalte. Der MINT-Studiengang Informatik soll dazu befähigen, Informationen systematisch zu verarbeiten, auch auf automatische Art und Weise. Hilfsmittel, wie Rechenanlagen, sollen dabei ebenfalls genutzt werden können.

Je nach konkretem Studiengang können auch die Biologie, die Medizin oder die Biotechnologie weitere Teilbereiche sein, die hier gelehrt werden.

Hier findest du alle Studiengänge der Fachrichtungen Informatik, Informationsverarbeitung, Angewandte Informatik, Medieninformatik, Geoinformatik, Medizinische Informatik, Technische Informatik und Wirtschaftsinformatik

Typische Studieninhalte im Naturwissenschaften-Studium

Besonders hier können sich die Inhalte des Studiums stark unterscheiden, abhängig davon, für welches naturwissenschaftliche Feld man sich entscheidet.

So können die Biochemie, die Genetik, die Evolutionsbiologie und die Botanik zu den Studieninhalten gehören. Weitere Infos erhält man in den Bereichen Zoologie, Chemie, Mikro-, Molekular- und Zellbiologie. Auch die Bioinformatik, die Statistik, die Ökologie, die (Bio-)Physik und die Biodiversität können angesprochen werden.

Darüber hinaus können die Umwandlung sowie der Aufbau von Stoffen, die (an-)organische oder analytische Chemie sowie die Toxikologie Studieninhalte in MINT-Studiengängen sein. Geologie, Mineralogie, Geowissenschaften und Programmierung werden ebenfalls thematisiert.

Außerdem geht es um die Geophysik, Experimentalphysik, Strukturgeologie, Seismik und Tektonik. Die MINT-Studiengänge können aber auch Daten und Informationen aus den Feldern Hydrogeologie, Kristallographie, Magnetik, Geologische Karten, Geoelektrik und Minerale liefern.

Möchte man sich beim Studieren auf die Naturwissenschaften konzentrieren, hat man unter Umständen ebenfalls Module zur Thermodynamik, Optik, Quantenmechanik und Oberflächenphysik. Auch über Atome, Festkörperphysik, Halbleiter, Elektrizität und Polymerphysik wird im Rahmen der Module ein Überblick gegeben.

Interessierst du dich für ein naturwissenschaftliches Studium, findest du hier alle Studiengänge der Bereiche Astronomie, Biologie, Biochemie, Chemie, Lebensmittelchemie, Physik, Geographie, Geologie, Geoökologie, Geophysik, Geowissenschaften, Meteorologie und Ozeanographie

Mit Abschluss des MINT-Studiums hat man viele berufliche Möglichkeiten.Bild: Gorodenkoff / AdobeStock

Typische Studieninhalte im Technik-Studium

Wenn die Studienwahl hingegen auf das MINT-Fach Technik fällt, erhalten die Studierenden Infos zu eingebetteten Systemen, zur Elektronik und Elektrotechnik, zur Signalverarbeitung und zur Systemtheorie. Des Weiteren geht es um das Projektmanagement, um Strom und dessen Übertragung sowie Herstellung, um Bauelemente, den Maschinenbau und Sensoren.

Messtechnik, Mikroprozessortechnik, Werkstoffe (auch solche der Elektrotechnik), elektronische Baugruppen und die Technische Mechanik können in diesem Fach ebenfalls zu den Inhalten zählen. Auch die Schaltungstechnik, Energietechnik, Fahrzeugelektronik und die Nanoelektronik gehören zum Studium.

Die MINT-Studiengänge behandeln hier u.a. die Steuerungstechnik, die Sensorik, die Leistungselektronik und die Antriebstechnik. Auch die Betriebswirtschaftslehre kann in Grundzügen vorkommen, ebenso diverse Informationstechnologien, die Informatik, die Physik und die Mathematik.

Studenten und Studentinnen, die sich für einen technischen Studiengang entscheiden wollen, können auch Studiengänge im Bereich Ingenieurwissenschaften (z.B. Maschinenbau) wählen, da diese zu den Technik-Fächern aus dem MINT-Feld gehören.

Warum ein MINT-Studium?

Klingt alles ganz gut, aber du brauchst noch eine Entscheidungshilfe? Denn du fragst dich, warum du dich nun ganz konkret für einen MINT-Studiengang entscheiden sollst? Wir zeigen dir daher die Vorteile, aber auch die Nachteile von Fächern aus der MINT-Familie.

MINT-Studiengänge: Vorteile

Zuerst einmal können sich Absolventen und Absolventinnen dieser Studienfächer auf glänzende Karriereperspektiven freuen, sie können in vielen Unternehmen arbeiten und meistens gut verdienen. Hinzu kommt, dass es meist ein großes Angebot an Jobs gibt, diese sind also keine Mangelware. Auch der Arbeitsalltag an sich ist sehr abwechslungsreich.

Außerdem eignen sich diese Studienfächer sehr gut für die Forschung, so kann zum Beispiel der technische Fortschritt vorangetrieben werden. Ist dir das ein Anliegen, wäre das ein Argument für eine universitäre Ausbildung in diesem Feld.

Fokussiert man sich rein auf den Studienaufbau, ist auch das Orientierungssemester, das von manch einer Universität angeboten wird, ein weiterer Vorteil.

MINT-Studiengänge: Nachteile

Aber keine Medaille hat nur eine Seite. Denn auch hier gibt es Gegenargumente zu MINT. Studiengänge dieser Art können sehr herausfordernd und zeitintensiv sein. In diesem thematischen Feld gibt es relativ viele Studienabbrecher, da der Aufwand oft unterschätzt wird.

Welche Eigenschaften brauchen Studenten und Studentinnen für MINT-Studiengänge?

Interessierte sollten zunächst einmal über gewisse persönliche Eigenschaften verfügen. Zu diesen zählen das logische Denken und das eigenständige und organisierte Lernen. Studierende sollten außerdem über Computerkenntnisse verfügen und in Mathematik sowie den Naturwissenschaften begabt sein. Die Interessen der Studieninteressierten sollten auch im Lösen von Problemen liegen und darin, naturwissenschaftliche Fragen zu behandeln. Disziplin, analytisches Denken und Belastbarkeit helfen ebenfalls, wenn man MINT studieren möchte.

Das Orientierungsstudium MINT

Alles gut und schön, doch du fragst dich, woher du nun wissen sollst, welcher der MINT-Bereiche (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) der richtige für dich ist? Dann kannst du aufatmen, denn viele Hochschulen bieten die Möglichkeit, ein Orientierungsstudium zu absolvieren. So hat man zu Beginn des Studiums erst einmal ein oder zwei Orientierungssemester. In diesem Orientierungssemester kannst du eine Zeit lang ausprobieren, welcher Studiengang bzw. welcher der vier Bereiche am besten zu dir passt und der richtige für dich ist.

Du musst also nicht von Beginn an wissen, welches dieser Felder dich am meisten interessiert, du kannst dir stattdessen alle MINT-Fächer einmal ansehen und ausprobieren, ob ein Studiengang aus dem MINT-Bereich überhaupt für dich geeignet ist. Die Leistungen, die du in deinen Kursen erbringst, werden dir angerechnet, sobald du dich für eine der Fachrichtungen entschieden hast.

Ein weiterer Hinweis, der dir dabei hilft, den geeigneten Studienplatz im MINT-Studienangebot zu finden, ist die Frage nach deinen schulischen Interessen. Hast du dich mehr für Mathe oder für Biologie interessiert? Oder doch eher für Physik?

Viele Hochschulen bieten im MINT-Studiengang auch ein Orientierungsstudium an.Bild: StockPhotoPro / AdobeStock

Karrierechancen nach MINT-Studiengängen...

MINT-Studiengänge (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bieten beruflich viele Möglichkeiten. Die ehemaligen Bachelor-Studierenden können daher vielen Chancen entgegensehen. In welchen Berufen Absolventen und Absolventinnen im Anschluss an die MINT-Studiengänge arbeiten, hängt von der genauen Orientierung im Studium ab. Nach einem Master-Studiengang und einer Promotion bieten aber immer die Forschung und die Lehre berufliche Perspektiven - unabhängig vom gewählten Fach im Studium.

... liegen in der Mathematik

Hat man sich auf Mathematik fokussiert, stehen Berufe in der Wirtschaft zur Wahl, also beispielsweise bei Versicherungen, in der Industrie oder bei Banken. Auch als IT-Dienstleister/in, mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in bzw. Assistent/in lassen sich Jobs finden.

Produktionsabläufe können optimiert, Projekte modelliert und Produkte entwickelt werden. Die Verwaltung, auch von Datenbanken, die Systemberatung, die Marktforschung und die Qualitätssicherung sind weitere Berufsmöglichkeiten.

... liegen in der Informatik

Liegt das Interesse mehr im informatischen Feld, können die beruflichen Wege nach dem Studium in die Softwareentwicklung oder das IT-Systemmanagement führen. Darüber hinaus kannst du auch im Gesundheitswesen, in der Beratung oder in der Entwicklung arbeiten.

Auch die Messtechnik, die Navigationstechnik und die Robotik stellen Arbeitsbereiche dar. Ein MINT-Studiengang befähigt ehemalige Studierende aber auch dazu, in der Luft- und Raumfahrt oder in der Steuerungstechnik sowie der Automatisierungstechnik zu arbeiten. Des Weiteren arbeiten sie als Elektrotechniker/-innen, IT-Systemelektroniker/-innen oder als Informatiker/-innen.

Im Berufsleben müssen aber auch Geschäftsabläufe organisiert und komplexe Systeme umgesetzt werden. Darüber hinaus hast du es mit Rechnerapplikationen zu tun.

... liegen in den Naturwissenschaften

Studierenden mit Fokus auf den naturwissenschaftlichen MINT-Bereich stehen die Pharmaindustrie und das Aufgabenfeld der Produktion zur Verfügung. Darüber hinaus sind sie nach dem Studium in der Qualitätssicherung und der Analytik tätig. So können sie zum Beispiel chemische Rohstoffe analysieren, neue Produkte entwickeln oder Verfahren verbessern.

Die Studiengänge befähigen aber auch zur Arbeit als Betriebsleiter/in: Hier behältst du die Kosten im Blick, planst Termine und setzt Sicherheitsbestimmungen um. Auch Umweltbehörden oder Stadtplanungsämter sowie Laboratorien bieten Berufsmöglichkeiten.

Im Patentwesen, in Museen, im Umweltschutz und bei Energie- und Rohstoffunternehmen kannst du nach dem Studium ebenfalls Arbeit finden. Möglich sind zum Beispiel die Mineralstoffindustrie, die Metallindustrie oder die Öl- und Gasförderung.

Auch das Technologiemanagement, die Umweltsystemtechnik sowie die Arbeitsbereiche Marketing und Vertrieb kommen nach Absolvieren der Studiengänge in Betracht. Preise müssen kalkuliert, neue Produkte beworben und die Beratung von Kunden durchgeführt werden. Je nach Interesse kannst du auch bei Geo-Ingenieurbüros oder Versicherungen in der Risikobewertung arbeiten.

... liegen in der Technik

Hattest du in den MINT-Studiengängen einen Technik-Fokus, kannst du beispielsweise Mechaniker/in, Metallbauer/in oder Mechatroniker/in werden. Du kannst mit deinem Studium aber auch in der Elektroenergieerzeugung tätig werden und dich mit der Speicherung und Verteilung von Energie beschäftigen.

Erneuerbare Energien sind dabei immer ein großes Thema, genauso kannst du aber auch im Feld Audiovisuelle Medien oder Kommunikationstechnik bzw. Mobilkommunikation arbeiten. Die Nanotechnologie, Hard- und Software-Entwicklung oder der Technische Vertrieb sind weitere Möglichkeiten nach dem Studium.

Deine Ideen kannst du aber auch im Feld der Automatisierungstechnik und -anlagen verwirklichen. Diese setzt du ressourcenschonend um, entwickelst, wartest und planst sie oder kümmerst dich um die entsprechende Anwendungssoftware und um deren Verkauf. In den Studiengängen erhältst du aber auch alle nötigen Kenntnisse, um Energieversorgungseinrichtungen zu betreiben und dich um das Produktmanagement zu kümmern.

Nach dem Studieren können darüber hinaus aber auch eine Tätigkeit in der Mikroelektronik, im Berufsfeld Mikroprozessorsysteme oder in der Planung von informationstechnischen Systemen in Betracht gezogen werden. Die Nachfrage nach Leuten, die sich mit Mikrocontrollersystemen, Verbrauchersystemen und deren Störungsmanagement auskennen, ist ebenfalls gegeben.

Auch die Ingenieurwissenschaften zählen zu den MINT-Studiengängen.Bild: Halfpoint / AdobeStock

Voraussetzungen und Bewerbung

Vor Beginn des Studiums müssen einige Zulassungsvoraussetzungen erfüllt werden, um die Möglichkeit zu erhalten, an einer Universität in MINT-Fächern ausgebildet zu werden.

Abiturienten und Abiturientinnen (bzw. Maturant/-innen) können sofort in das Studium starten, ebenso ehemalige Schüler/-innen, die im Besitz der fachgebundenen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife sind. Möchte man MINT studieren, ist auch eine Meisterprüfung eine Möglichkeit. Als staatlich geprüfte/r Techniker/in ist ein Studium ebenfalls ohne weitere Vorbereitung möglich.

Eine Ausbildung in Kombination mit drei Jahren Berufserfahrung ist eine weitere Möglichkeit, an einer Universität zugelassen zu werden. In diesem Fall musst du allerdings häufig auch eine Eignungsprüfung ablegen.

Bewerbungsverfahren und Gebühren

Erfüllt man diese Voraussetzungen, kann man sich an der jeweiligen Universität zumeist online bewerben. Diese prüft die Unterlagen und sendet dir Dokumente zu, die du gegebenenfalls unterschreiben und per Post zurücksenden musst. Außerdem fordert dich die Universität dazu auf, den Semesterbeitrag zu überweisen. Hast du diese Schritte durchlaufen, bist du zu deiner universitären Ausbildung zugelassen. Eventuell muss aber noch die Eignungsprüfung an der Universität abgelegt werden.

Die Gebühren sind nicht abhängig von den Fachrichtungen, sondern vielmehr von der jeweiligen Bildungseinrichtung. Diese erhebt meistens einen Semesterbeitrag, der bei einem eher niedrigen dreistelligen Wert liegt. Entscheidet man sich für ein Fernstudium (abseits des Campus), können die Gebühren steigen. Diese liegen dann oft im mittleren oder teilweise höheren dreistelligen Bereich pro Monat.

Teilnehmer und Teilnehmerinnen fragen sich oft, wie sie ihr Studium finanzieren können. Hier hat man meist einige Möglichkeiten. In Deutschland kann man eventuell BaFög beantragen, in Österreich die Studienbeihilfe. Außerdem kann man eventuell ein Weiterbildungsstipendium, ein Stipendium von der IHK-Kammer oder einen Studienkredit beantragen. Zusätzlich dazu ist ein Studium auch häufig als Weiterbildungsmaßnahme beim Finanzamt absetzbar.

FAQ

Wie lange dauert das MINT-Studium?

MINT-Studiengänge dauern üblicherweise sechs bis sieben Semester.

Welche Fächer gehören zu MINT?

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Zum Studienangebot gehören also alle Fächer, die in diese Bereiche fallen. Dazu zählen auch die Astronomie, Geologie, Nanowissenschaften, Wirtschaftsmathematik, Geografie, Ingenieurwissenschaften und Maschinenbau.

Was ist ein MINT-Beruf?

Ein MINT-Beruf ist all das, was in das Feld Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fällt: Die Arbeit in der Nanotechnologie, Hard- und Software-Entwicklung, Wirtschaft, Systemberatung, Pharmaindustrie und im Umweltschutz ist u.a. möglich. Auch die Forschung ist eine Option.

Sind BWL, Pharmazie und Psychologie MINT-Fächer?

Die Disziplinen BWL und Psychologie gehören üblicherweise nicht dazu. Pharmazie kann allerdings als MINT-Fach bezeichnet werden.