Ergotherapie Studium 30 Bachelor-Studiengänge
Inhaltsverzeichnis
Ergotherapie studieren: Menschen im Alltag unterstützen
Ergotherapie beschäftigt sich damit, wie Menschen ihren Alltag möglichst selbstständig bewältigen können. Im Studium lernst du, Menschen zu begleiten, die durch Krankheit, Verletzung, Behinderung, Entwicklungsverzögerung oder psychische Belastung in ihrem Handeln eingeschränkt sind.
Dabei geht es nicht nur um einzelne Übungen. Ergotherapie schaut auf den ganzen Alltag: Anziehen, Essen, Schreiben, Arbeiten, Lernen, Spielen, Haushalt, Mobilität, Freizeit und soziale Teilhabe. Ziel ist, dass Menschen wieder mehr tun können, was für ihr Leben wichtig ist.
Das Studium verbindet medizinische, therapeutische, psychologische, pädagogische und sozialwissenschaftliche Inhalte. Du beschäftigst dich mit Anatomie, Physiologie, Neurologie, Orthopädie, Psychiatrie, Pädiatrie, Geriatrie, Gesprächsführung, Diagnostik, Therapieplanung und wissenschaftlichem Arbeiten. Dazu kommen praktische Übungen und Praxisphasen, in denen du lernst, ergotherapeutische Maßnahmen gezielt anzuwenden.
Ergotherapie
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Angewandte Therapie- und Pflegewissenschaft
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Berufsakademie Nord
Angewandte Therapiewissenschaften - Schwerpunkt Ergotherapie
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Berufspädagogik im Gesundheitswesen - Fachrichtung Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie
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yelosmiley - stock.adobe.comErgotherapie: Ablauf, Dauer und Abschluss
Ein Ergotherapie-Studium verbindet Theorie, Praxis und therapeutisches Arbeiten. Je nach Land und Studienmodell dauert der Bachelor meist sechs bis sieben Semester.
In Österreich erfolgt die Ausbildung an Fachhochschulen als sechssemestriges Bachelorstudium mit 180 ECTS und dem Abschluss Bachelor of Science.
In der Schweiz ist der Bachelor of Science in Ergotherapie an einer Fachhochschule der übliche Studienabschluss und Voraussetzung für die Berufsausübung.
In Deutschland gibt es weiterhin den schulischen Ausbildungsweg zur Ergotherapeutin bzw. zum Ergotherapeuten. Daneben gibt es hochschulische Studienmodelle, die je nach Aufbau ausbildungsintegrierend, dual, berufsbegleitend oder als akademische Weiterqualifizierung für bereits ausgebildete Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten angelegt sein können. Entscheidend ist, ob der jeweilige Weg die berufsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt.
Der Studienverlauf umfasst medizinische, therapeutische, psychologische und sozialwissenschaftliche Inhalte. Dazu kommen praktische Übungen, Fallarbeit, Praktika, Therapieplanung, Dokumentation und wissenschaftliches Arbeiten. Besonders wichtig ist die Verbindung von Fachwissen und Anwendung: Ergotherapie lernt man nicht nur theoretisch, sondern vor allem auch in der Arbeit mit Menschen und konkreten Alltagssituationen.
Inhalte im Ergotherapie-Studium
Im Bachelorstudium Ergotherapie lernst du zunächst die fachlichen Grundlagen kennen. Dazu gehören Anatomie, Physiologie, Medizin, Psychologie, Pädagogik, Bewegungslehre, Krankheitslehre, wissenschaftliches Arbeiten und Grundlagen der ergotherapeutischen Diagnostik.
Später stehen konkrete Arbeitsfelder stärker im Mittelpunkt. Typische Themen sind Pädiatrie, Neurologie, Psychiatrie, Orthopädie, Geriatrie, Rehabilitation, Hilfsmittelversorgung, Alltagstraining, Arbeitsplatzanpassung, Beratung, Prävention, Therapieplanung und Dokumentation.
Wichtig ist der Blick auf Betätigung und Teilhabe. Ergotherapie fragt nicht nur: Welche Krankheit liegt vor? Sondern auch: Was möchte oder muss ein Mensch im Alltag tun können? Welche Fähigkeiten sind dafür nötig? Welche Umweltfaktoren helfen oder behindern? Und wie kann Therapie so gestaltet werden, dass sie im echten Leben funktioniert?
Praxis im Ergotherapie-Studium
Praxis ist ein zentraler Teil des Ergotherapie-Studiums. Viele Studiengänge enthalten praktische Übungen, Hospitationen, Praktika, Fallarbeit oder Therapieeinheiten unter Anleitung. Dabei lernst du, wie ergotherapeutische Diagnostik, Therapieplanung und Behandlung im Alltag aussehen.
In der Praxis arbeitest du mit sehr unterschiedlichen Menschen: mit Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, mit Erwachsenen nach einem Schlaganfall, mit Menschen mit psychischen Erkrankungen, mit älteren Menschen, mit Personen nach Verletzungen oder mit Menschen, die im Beruf oder Alltag Unterstützung brauchen.
Zur ergotherapeutischen Arbeit gehören auch Beratung, Dokumentation, Angehörigengespräche und die Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten, Pflegekräften, Pädagoginnen und Pädagogen oder sozialen Einrichtungen. Ergotherapie ist deshalb sehr menschenbezogen, aber zugleich genau, strukturiert und fachlich anspruchsvoll.
Typische Lehrveranstaltungen
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Evidenzbasierte Ergotherapie
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Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen
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Anatomie und Physiologie
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Kreative Medien in der Ergotherapie
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Ergotherapie mit Kindern und Jugendlichen
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Ergotherapeutische Bezugswissenschaften
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Medizinische Grundlagen der Pädiatrie
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Ergotherapie in der Neurologie
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Neuropsychologie
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Klientenzentrierte Kommunikation
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Menschliche Handlungsfähigkeit
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Grundlagen der Schienenherstellung
Voraussetzungen für das Ergotherapie-Studium
Für ein Ergotherapie-Studium brauchst du meist eine Hochschulzugangsberechtigung, zum Beispiel Abitur, Fachhochschulreife, Matura, Berufsmatura oder einen gleichwertigen Abschluss. Je nach Hochschule können zusätzlich Aufnahmeverfahren, Eignungstest, Auswahlgespräch, Motivationsschreiben, Praktikum, Gesundheitsnachweis, Führungszeugnis oder bestimmte Sprachkenntnisse verlangt werden.
Persönlich solltest du Interesse an Medizin, Psychologie, Bewegung, Alltag und der Arbeit mit Menschen mitbringen. Wichtig sind Empathie, Geduld, Beobachtungsgabe und die Fähigkeit, Menschen über längere Zeit zu begleiten. Du solltest gut zuhören können und Freude daran haben, praktische Lösungen zu entwickeln.
Auch Kreativität und strukturiertes Denken helfen. In der Ergotherapie geht es oft darum, Übungen, Hilfsmittel oder Alltagssituationen so anzupassen, dass sie zu einer bestimmten Person passen. Gleichzeitig brauchst du Belastbarkeit, weil du mit Menschen arbeitest, deren Einschränkungen den Alltag stark beeinflussen können.
Passt Ergotherapie zu mir?
Ergotherapie passt zu dir, wenn du Menschen dabei unterstützen möchtest, im Alltag wieder besser zurechtzukommen. Du solltest dich für Medizin und Therapie interessieren, aber auch für die Lebenswelt der Menschen: Was brauchen sie zu Hause, in der Schule, im Beruf oder in der Freizeit?
Das Studium ist besonders passend, wenn du gern praktisch arbeitest und trotzdem wissenschaftlich denken möchtest. Du lernst nicht nur Fachbegriffe und Krankheitsbilder, sondern auch, wie man Ziele formuliert, Fortschritte beobachtet und Therapie alltagsnah plant.
Gut passt das Studium zu dir, wenn dich Fragen interessieren wie: Wie kann ein Kind seine Feinmotorik verbessern? Wie findet ein Mensch nach einem Schlaganfall wieder in den Alltag zurück? Wie können Hilfsmittel Selbstständigkeit ermöglichen? Wie unterstützt man Menschen mit psychischen Erkrankungen? Und wie lässt sich Therapie so gestalten, dass sie im Alltag wirklich etwas verändert?
Ergotherapie, Physiotherapie oder Logopädie?
Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie gehören zu den therapeutischen Gesundheitsberufen, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Ergotherapie konzentriert sich auf Handlungsfähigkeit, Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag. Es geht darum, Menschen dabei zu unterstützen, wichtige Tätigkeiten wieder oder besser ausführen zu können.
Physiotherapie richtet den Blick stärker auf Bewegung, Kraft, Beweglichkeit, Schmerz, Haltung und körperliche Funktionen. Logopädie beschäftigt sich vor allem mit Sprache, Sprechen, Stimme, Schlucken, Hören und Kommunikation.
Wenn dich Alltag, Selbstständigkeit, Wahrnehmung, Motorik, psychische Gesundheit und praktische Problemlösungen interessieren, passt Ergotherapie gut. Wenn du stärker körperliche Bewegung und Training im Blick hast, ist Physiotherapie näher. Wenn dich Sprache, Stimme und Kommunikation besonders interessieren, kann Logopädie die passendere Richtung sein.
Berufschancen nach dem Ergotherapie-Studium
Nach dem Ergotherapie-Studium kannst du in ergotherapeutischen Praxen, Kliniken, Rehabilitationszentren, Pflegeeinrichtungen, Frühförderstellen, Schulen, Kindergärten, Werkstätten, psychiatrischen Einrichtungen, Beratungsstellen oder Forschung und Lehre arbeiten.
Typische Aufgaben sind zum Beispiel
- Fähigkeiten einschätzen
- Therapieziele festlegen
- Behandlungen planen
- Alltagshandlungen üben
- Hilfsmittel empfehlen
- Angehörige beraten
- Fortschritte dokumentieren und
- mit anderen Fachpersonen zusammenarbeiten.
Der Beruf ist nah am Menschen und sehr vielseitig. Gleichzeitig erfordert er Geduld, Genauigkeit und Belastbarkeit. Je nach Land und Tätigkeitsfeld können für die Berufsausübung bestimmte Abschlüsse, Anerkennungen oder Eintragungen erforderlich sein. Für Spezialisierungen, Lehre, Forschung, Management oder Leitungsaufgaben kann später ein Master sinnvoll sein.
Berufsbeispiele
FAQ
Was lernt man im Ergotherapie-Studium?
Im Ergotherapie-Studium lernst du, Menschen dabei zu unterstützen, ihren Alltag möglichst selbstständig zu bewältigen. Typische Inhalte sind Anatomie, Physiologie, Medizin, Psychologie, Pädagogik, Bewegungslehre, Diagnostik, Therapieplanung, Rehabilitation, Hilfsmittelversorgung, Beratung, Dokumentation und wissenschaftliches Arbeiten.
Wie lange dauert ein Ergotherapie-Studium?
Ein Bachelorstudium in Ergotherapie dauert meist sechs bis sieben Semester. In Österreich ist das Bachelorstudium in der Regel auf sechs Semester und 180 ECTS ausgelegt. In der Schweiz ist der Bachelor of Science in Ergotherapie an einer Fachhochschule der übliche Studienabschluss. In Deutschland hängt die Dauer davon ab, ob es sich um ein ausbildungsintegrierendes, duales, berufsbegleitendes oder akademisierendes Studienmodell handelt.
Welchen Abschluss bekommt man?
Häufig ist der Bachelor of Science. In Österreich schließen Ergotherapie-Studiengänge mit dem Bachelor of Science ab. In der Schweiz führt das Studium zum Bachelor of Science in Ergotherapie. In Deutschland hängt der Abschluss vom jeweiligen Studienmodell ab; für die Berufsausübung ist zusätzlich entscheidend, ob die berufsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt werden.
Welche Voraussetzungen brauche ich?
Meist brauchst du eine Hochschulzugangsberechtigung, zum Beispiel Abitur, Fachhochschulreife, Matura, Berufsmatura oder einen gleichwertigen Abschluss. Je nach Hochschule können zusätzlich Aufnahmeverfahren, Eignungstest, Auswahlgespräch, Motivationsschreiben, Praktikum, Gesundheitsnachweis, Führungszeugnis oder Sprachkenntnisse verlangt werden.
Kann man Ergotherapie ohne Studium lernen?
Das hängt vom Land ab. In Deutschland gibt es weiterhin den schulischen Ausbildungsweg zur Ergotherapeutin bzw. zum Ergotherapeuten. In Österreich erfolgt die Ausbildung an Fachhochschulen im Bachelorstudium. In der Schweiz ist der Bachelor of Science in Ergotherapie an einer Fachhochschule der übliche Weg in den Beruf.
Gibt es ein Ergotherapie-Fernstudium?
Ein reines Ergotherapie-Fernstudium ist untypisch, weil praktische Übungen, angeleitete Praxis, Diagnostik und therapeutische Arbeit zentrale Bestandteile der Ausbildung sind. Möglich sind je nach Anbieter eher berufsbegleitende, ausbildungsintegrierende oder ergänzende Studienmodelle. Für den Berufseinstieg zählt nicht nur die Studienform, sondern auch, ob die berufsrechtlichen Voraussetzungen im jeweiligen Land erfüllt werden.
Ist Ergotherapie ein medizinisches Studium?
Ergotherapie ist ein Gesundheitsstudium mit medizinischen, therapeutischen, psychologischen, pädagogischen und sozialwissenschaftlichen Anteilen. Es ist aber kein Medizinstudium. Der Schwerpunkt liegt darauf, Menschen bei Alltagshandlungen, Selbstständigkeit und Teilhabe zu unterstützen.
Was ist der Unterschied zwischen Ergotherapie und Physiotherapie?
Ergotherapie konzentriert sich auf Handlungsfähigkeit und Alltag: zum Beispiel Anziehen, Essen, Schreiben, Arbeiten, Lernen, Spielen oder Haushaltsführung. Physiotherapie richtet den Blick stärker auf Bewegung, Kraft, Beweglichkeit, Schmerz, Haltung und körperliche Funktionen.
Was ist der Unterschied zwischen Ergotherapie und Logopädie?
Ergotherapie unterstützt Menschen bei Alltagshandlungen, Selbstständigkeit, Wahrnehmung, Motorik und Teilhabe. Logopädie konzentriert sich auf Sprache, Sprechen, Stimme, Schlucken, Hören und Kommunikation.
Welche Arbeitsfelder gibt es in der Ergotherapie?
Typische Arbeitsfelder sind Pädiatrie, Neurologie, Psychiatrie, Orthopädie, Geriatrie, Rehabilitation, Frühförderung, Prävention, Hilfsmittelberatung, Arbeitsplatzanpassung und Gesundheitsförderung.
Welche Jobs gibt es nach dem Ergotherapie-Studium?
Mögliche Arbeitsorte sind ergotherapeutische Praxen, Kliniken, Rehabilitationszentren, Pflegeeinrichtungen, Frühförderstellen, Schulen, Kindergärten, Werkstätten, psychiatrische Einrichtungen, Beratungsstellen, Forschung oder Lehre.
Reicht der Bachelor für den Berufseinstieg?
Passt Ergotherapie zu mir?
Ergotherapie passt zu dir, wenn du dich für Menschen, Medizin, Psychologie, Bewegung und Alltag interessierst. Du solltest empathisch, geduldig, aufmerksam und belastbar sein und Freude daran haben, praktische Lösungen für unterschiedliche Lebenssituationen zu entwickeln. Überprüfe deine Eignung für das Ergotherapie-Studium mit unserem Studienwahltest.
Aktualisiert im August 2026
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●du sowohl Erwachsene als auch Kinder mit neurologischen, motorischen sowie psychischen Beeinträchtigungen und Einschränkungen unterstützen und ihre Lebensqualität dadurch verbessern möchtest.
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●du davon träumst, als Ergotherapeut/Ergotherapeutin später im Gesundheitswesen in einer eigenen Praxis zu arbeiten.
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●du ein Bachelor-Studium mit vielen Praxisphasen suchst, das dir eine vielseitige Karriere verspricht.
Studienorte
Bundesländer Deutschland
- Baden-Württemberg 1
- Bayern 1
- Berlin 1
- Hamburg 2
- Hessen 1
- Niedersachsen 4
- Nordrhein-Westfalen 4
- Rheinland-Pfalz 1
- Schleswig-Holstein 1
- Thüringen 1