Medizin studieren ohne NC

Medizin studieren, aber ohne NC! Klingt wie ein Traum? Ist es nicht! Wir zeigen dir die besten Möglichkeiten, um das beliebte Medizinstudium auch ohne Numerus Clausus zu absolvieren.

Was es zu bedenken gilt

Du würdest gerne anderen Menschen helfen und deshalb Medizin studieren, doch die hohen Voraussetzungen für das Medizinstudium stellen sich dir in den Weg? Dein Abitur war für die Zulassung einfach nicht gut genug?

Üblicherweise benötigen Bewerber/-innen die allgemeine Hochschulreife, außerdem braucht man einen sehr guten Noten-/Abiturdurchschnitt (Numerus clausus, NC). Hat man diesen nicht, muss bzw. musste man sich auf lange Wartezeiten (Wartesemester) einstellen (bis zu 15 Semester). Außerdem haben viele Hochschulen zusätzlich eigene Auswahlverfahren, im Rahmen derer sie entscheiden, an wen ein Studienplatz vergeben wird.

Möchte man trotz schlechterem NC Medizin studieren, hat man zwei Möglichkeiten: Man kann den Noten-/Abiturdurchschnitt eventuell durch den HAM-Nat (Naturwissenschaftstest) oder den TMS (Test für einen Medizinstudiengang) verbessern oder aber man denkt über einen - vielleicht unerwarteten - Weg nach: Medizin studieren ohne NC!

Medizin studieren ohne NC ist möglich!Bild: NDABCREATIVITY / AdobeStock

Wo und wie kann man Medizin ohne NC studieren?

Welche Möglichkeiten es gibt, um Medizin NC-frei zu studieren, klären wir jetzt!

Tipp Nr. 1: Studienplatz an Privathochschulen

Aufbau und Inhalt

Medizin studieren ohne NC, Möglichkeit Nummer 1: die Privathochschule. Der Aufbau kann dem einer staatlichen Universität sehr ähnlich sein. Dort hat man ein "Gesamtstudium", das sich über 12 Semester und einige Monate erstreckt und in die Abschnitte Vorklinik, Klinik und Praktisches Jahr unterteilt ist.

Bei der Vorklinik (2 Jahre) geht es um die Theorie, im klinischen Abschnitt (drei Jahre) behandelt man Theorie und Praxis der klinischen Medizin und macht eine Famulatur (Praktikum). Im Praktischen Jahr am Ende geht es gänzlich um die Praxis. Nach jedem der Studienabschnitte absolviert man einen Teilabschnitt der Ärztlichen Prüfung (insg. drei Abschnitte: M1, M2 und M3).

Nach Abschluss des Studiums erhält man das Staatsexamen und kann die Approbation beantragen. Mit dieser wird man staatlich zugelassen und darf sich "Arzt/Ärztin" nennen.

Medizin an österreichischen Privathochschulen studieren
An österreichischen Privathochschulen gibt es beim Medizinstudium das Bachelor-Master-System, wobei der Bachelor (Bachelor of Science in Medical Sciences, B.Sc.Med.) sechs Semester dauert. Wissensinhalte werden oft sowohl in Modulen als auch in sogenannten Skill Lines vermittelt, die sich über das gesamte Studium erstrecken, die Kommunikation verbessern und außerdem für eine Persönlichkeitsentwicklung der künftigen Mediziner/-innen sorgen sollen.

Vorteile

Ein NC-freies Studium an einer privaten Hochschule hat auf der einen Seite natürlich zuerst einmal den Vorteil, dass die Abiturnote nicht wichtig ist. Auf der anderen Seite hat man an einer solchen Universität oft die Möglichkeit, in kleineren Gruppen zu arbeiten, wodurch man besser lernen kann und intensiver betreut wird.

Keine so gute Abitur-Note? - Es gibt andere Möglichkeiten, einen Medizinstudienplatz zu erhalten.Bild: StockPhotoPro / AdobeStock

Kosten und Stipendien

Die Kosten für Studienplätze an privaten Universitäten zählen oft zu den Nachteilen, da diese höher sind als an einer staatlichen Hochschule. Sie liegen in Deutschland meist zwischen einem mittleren vierstelligen und einem niedrigen fünfstelligen Wert pro Semester.

Je nach Hochschule können aber unterschiedliche Finanzierungsmodelle angeboten werden, die die Finanzierung des Studiums vereinfachen sollen. Manche Universitäten bieten auch die Möglichkeit, die Studiengebühren erst dann zu zahlen, wenn man fest im Berufsleben steht. Darüber hinaus gibt es auch Förderungsstipendien, Leistungsstipendien oder eine staatliche Unterstützung (in Österreich). Außerdem hat man die Möglichkeit, das Studium steuerlich abzusetzen.

Voraussetzungen und Bewerbung

Hat man den Wunsch, an privaten Universitäten zu studieren, benötigt man zunächst einmal die Hochschulzugangsberechtigung (meistens das Abitur/die Matura), außerdem muss man Deutsch- und Englischkenntnisse nachweisen. Unter Umständen muss vor der Bewerbung auch ein bis zu sechsmonatiges Praktikum absolviert worden sein.

Angehende Studierende müssen eventuell auch nachweisen, dass sie in der Oberstufe eine gewisse Menge Biologieunterricht hatten - dieses Fach sollte man also nicht abwählen. Alternativ kann man aber auch naturwissenschaftliche Vorbereitungskurse belegen und die Kenntnisse so aufbauen/ nachholen.

Für Plätze an einer Privathochschule muss man schlussendlich im Bewerbungsverfahren auch noch ein Auswahlverfahren durchlaufen. Dieses Auswahlverfahren ist mehrteilig, sodass die Universitäten erst einen Eignungstest am PC durchführen und dann ein Bewerbungsgespräch vornehmen. An diejenigen Studienplatzbewerber/-innen, die bestehen, wird der Ausbildungsvertrag übermittelt und die Zulassung erfolgt. Für das gesamte Aufnahmeverfahren fallen oft noch einmal zusätzliche Kosten an.

An diesen deutschen Privathochschulen kannst du Medizin NC-frei studieren:

MSB Medical School Berlin
MSH Medical School Hamburg
HMU Health and Medical University GmbH

Tipp Nr. 2: Landarztquote

Auf der Suche nach einem Medizinstudium begegnet einem immer wieder die Landarztquote. Diese hilft einerseits Bewerber/-innen ohne 1,0 Abiturdurchschnittsnote, dennoch mit dem Studium beginnen zu können, andererseits hilft sie, die ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen sicherzustellen.

In einigen Bundesländern Deutschlands kann man sich auf die Landarztquote bewerben. Für die Bewerbung sollte man wissen, dass die Kriterien für die Zulassung schwanken können. Alles in allem ist aber eine Mischung aus Medizinertest, Abiturnote, Berufsausbildungen (und anschließende Berufstätigkeit) sowie eventuell ehrenamtlichen Tätigkeiten wichtig.

Der Abiturdurchschnitt muss dabei jedoch nicht so gut sein wie beim "normalen" Medizinstudium, außerdem liegt der Fokus mehr auf der jeweiligen persönlichen Eignung, die Note wird also für die letztendliche Auswahl meistens nicht so stark gewichtet.

Im Rahmen der Bewerbung werden außerdem, nach Sichtung der Unterlagen, Interviews mit den Bewerber/-innen geführt.

Studenten und Studentinnen verpflichten sich im Gegenzug für den Medizinstudienplatz (bei dem der NC nicht so wichtig und nicht so hoch ist) dafür, nach dem Studium einerseits die fachärztliche Weiterbildung (z.B. als Facharzt/Fachärztin für Allgemeinmedizin) zu machen und andererseits zehn Jahre im ländlichen Raum zu arbeiten. Diese Verpflichtung geht man mit dem jeweiligen Bundesland ein.

Auf diesem Wege in das Studium einzutreten, ist also nur dann sinnvoll, wenn man auf dem Land arbeiten möchte. Ist man hingegen ein Stadtmensch, sollte man sich nach anderen Möglichkeiten umsehen. Außerdem benötigt man hier eine Berufsausbildung oder Berufserfahrung im Gesundheitsbereich.

Tipp Nr. 3: Medizin im Ausland studieren

Erhält man zu Hause, also im Heimatland, keinen Studienplatz für Medizin, kann man immer auch ins Ausland gehen. Denn es gibt viele Länder, in denen die Wunschvorstellung "Medizin studieren ohne NC" schon lange Realität ist - beispielsweise in Österreich (Wien, Salzburg, Innsbruck), Rumänien (Hermannstadt/Sibiu) oder anderen Ländern der EU.

Einen Studienplatz im Ausland erhält man üblicherweise, indem man die dortigen Voraussetzungen erfüllt und das Auswahlverfahren positiv durchläuft. Dieses ersetzt oft den NC und prüft die Eignung anhand der Testergebnisse, statt der Abiturnote. Je nach Land sollte man bedenken, dass man eventuell ein Visum o.ä. benötigt.

Wichtig zu wissen ist, dass es hier Quoten geben kann, die regeln, wie viele Studienplätze an welche Bewerbergruppe vergeben werden: Der größte Teil geht meist an Inländer (ca. 75 %), dann ein gewisser Teil an EU-Bürger/-innen (ca. 20 %) und der kleinste Teil an Nicht-EU-Bürger/-innen (ca. 5 %).

Generell sollte man immer darauf achten, dass die Studienangebote auch in Deutschland anerkannt sind, absolviert man das Studium in der EU, dürfte eine Approbation aber aufgrund des EU-Rechts immer möglich sein.

Geht man für das Medizinstudium ins Ausland, sollte man auch die jeweilige Sprache sprechen oder zumindest fit im Englischen sein, da oft englischsprachige Medizinstudiengänge angeboten werden. Manchmal gibt es aber außerhalb des deutschsprachigen Raumes Angebote auf Deutsch.

Wichtig sind auch die Kosten für den Studienplatz. Diese können je nach Land sehr schwanken: In Rumänien und Bulgarien hat man teilweise die Chance, nur Studiengebühren im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich pro Semester zahlen zu müssen und in Österreich ist es nur ein mittlerer bis hoher dreistelliger Wert, während sich die Kosten in den USA bzw. in England auch auf einen eher mittleren fünfstelligen Wert pro Semester belaufen können.

Vorteile und Förderungen

Der Vorteil ist, dass man durchaus auch Förderungen erhalten kann. In Mittelfranken (Bayern) zum Beispiel werden von den Bezirkskliniken Stipendien für eine medizinische Universität in Bulgarien vergeben, sodass die Studiengebühren übernommen werden, der Aufnahmeprozess abgewickelt wird und die Vor-Ort-Betreuung gegeben ist. Im Gegenzug arbeiten die Studenten und Studentinnen nach dem Medizinstudium fünf Jahre bei den Bezirkskliniken. Abgesehen davon gibt es aber auch viele weitere Stipendienarten.

Die Zulassung an einer ausländischen Hochschule bringt insgesamt viele Vorteile mit sich: Einerseits braucht man keinen NC, andererseits lernt man eine andere Kultur besser kennen, sammelt ganz neue Erfahrungen und verbessert die Sprachkenntnisse. Außerdem kann man so eventuell schon berufliche Beziehungen im Ausland aufbauen.

Ein Auslandsstudium kann eine Möglichkeit sein, um ohne NC einen Platz zu bekommen.Bild: Gorodenkoff / AdobeStock

Tipp Nr. 4: Medizinstudium bei der Bundeswehr

Manch eine/r wird es schon gehört haben: Medizin studieren ohne NC - das ist auch bei der Bundeswehr möglich.

Die Vorteile: Einen hohen NC gibt es nicht, die Bundeswehr zahlt das komplette Studium und man erhält ein Gehalt.

Die Nachteile: Der Noten-/Abiturdurchschnitt (NC) ist bei der Bundeswehr zwar zweitrangig, aber nicht vollständig egal (Studienplätze werden oft bis zu einem Schnitt von 2,5 vergeben). Außerdem muss man die grundlegende Soldaten-Ausbildung machen und sich für 17 Jahre verpflichten. Des Weiteren kann man sich nicht uneingeschränkt für eine Facharztausbildung entscheiden.

Alles in allem kann also gesagt werden, dass man sich für diesen Weg nur dann eignet, wenn man sich psychisch und physisch fit genug dafür fühlt, sehr lange bei der Bundeswehr zu bleiben und die Soldaten-Ausbildung zu durchlaufen.

Das Medizinstudium ist dann so aufgebaut, dass man erst eine militärische Grundausbildung bekommt, dann mit dem Studium beginnt und in den Semesterferien militärisch weiter ausgebildet wird. Neben den Voraussetzungen, die auch an anderen Hochschulen zu erbringen sind, braucht man für die Bundeswehr ein Mindestalter von 17 Jahren und muss bereit sein, innerhalb Deutschlands versetzt und/oder in Krisengebiete geschickt zu werden.

Tipp Nr. 5: Studienplatzklage

Es kann passieren, dass Hochschulen nicht alle Medizin-Studienplätze an Bewerber/-innen vergeben, obwohl diese noch frei wären und die Bewerber/-innen die Voraussetzungen erfüllen. Erhält man in so einem Fall eine Absage, kann man den Studienplatz einklagen. Man kann also versuchen, sich in das Medizinstudium "hineinzuklagen". Dabei handelt es sich um die sogenannte Studienplatzklage.

Grundlage dafür ist die Tatsache, dass Bewerber/-innen in dieser Fachrichtung Anspruch auf die Nutzung aller universitären Ausbildungskapazitäten haben - und dieser Anspruch ist sogar verfassungsrechtlich garantiert. Doch bei dieser Klage gibt es ein Problem: die hohen Kosten. Denn in so einem Verfahren können hohe Anwalts- und Gerichtskosten auf einen zukommen. Daher sollte man sich überlegen, ob sich dieser Weg in der individuellen Situation lohnt.

Tipp Nr. 6: Quereinstieg

Als Quereinstieg werden zwei Dinge angesehen:

  1. Vom Ausland nach Deutschland wechseln: Man studiert an einer ausländischen Universität Medizin (weil das Studium dort NC-frei ist) und will dann an eine heimische Hochschule wechseln.

  2. Von fachverwandtem Studium auf Medizinstudium wechseln: Man wechselt von einem fachähnlichen Studium auf einen Studienplatz im Medizinstudium.

Allgemein gilt, dass Studenten und Studentinnen aus den Fachrichtungen Biologie, Molekularbiologie, Pharmazie, Biochemie, Chemie und Zahnmedizin zu einem Medizinstudium (Humanmedizin) wechseln können. Dies wird aber nicht von allen Universitäten angeboten, hier sollte man also auf den jeweiligen Homepages nachsehen.

Die Chance, auf diese Weise Plätze zu erhalten, ist aber meistens nicht so hoch, was den folgenden Grund hat: Es ist immer bekannter geworden, dass diese Art des Quereinstiegs zu den Alternativen gehört, wenn man auch ohne Einser-NC und ohne Wartezeitquote Medizin studieren will. Und je mehr Bewerber/-innen, desto geringer die eigenen Chancen.

Aber man kann es natürlich probieren. Die Kandidaten und Kandidatinnen werden dann wiederum vor Voraussetzungen gestellt. So benötigt man zunächst einmal eine Äquivalenzbescheinigung, mit der man nachweisen kann, dass die Studienleistungen der Studiengänge vergleichbar sind. Das Prüfungsamt erstellt dann den sogenannten Anrechnungsbescheid, aus dem hervorgeht, wie viele Semester anrechenbar sind.

Für die Anrechnung eines Semesters benötigt man üblicherweise zwei "große Scheine" und zwei "kleine Scheine", welche durch bestimmte Kurse erlangt werden.

Änderungen im Vergabesystem

Auch interessant zu wissen ist, dass sich das Vergabesystem im Medizinstudium verändert hat. Früher war die Wartezeitquote sehr wichtig, da 20 % der Studienplätze darüber vergeben wurden, es ließ sich aber nie ganz genau vorhersagen, wie lange die Wartezeit schlussendlich sein würde. Es konnte aber vorkommen, dass Bewerber/-innen selbst mit einem 2er-Abiturdurchschnitt sieben Jahre auf einen Studienplatz warten mussten.

Ab 2020 gab es dann eine neue Regel, durch die die Wartesemester immer unwichtiger wurden und die Wartezeit nicht mehr garantierte, dass man einen Studienplatz erhält. 2022 wurde die Wartezeitquote endgültig abgeschafft. Seitdem kann man sich auf einen der folgenden drei Punkte bewerben:

  • Auswahlverfahren der jeweiligen Hochschule
  • Abiturbestenquote
  • Eignungsquote (schulnotenunabhängige Kriterien)

Die ersten beiden Kategorien gab es schon, die Eignungsquote ersetzt die Wartezeitquote. Über das Auswahlverfahren werden die meisten Medizinstudienplätze vergeben.

Auswahlverfahren, Abiturnote, TMS, Eignungsquote - diese Begriffe gehören üblicherweise zum Medizinstudium.
Bild: New Africa / AdobeStock

Alternativen zum Medizinstudium

Wenn du den NC für ein Medizinstudium nicht erreichst und die hier genannten NC-freien Möglichkeiten nichts für dich sind, gibt es auch noch andere Wege, um im medizinischen Bereich tätig zu sein. So gibt es zum Beispiel Studiengänge, die ebenfalls im medizinischen/gesundheitlichen Feld liegen, jedoch nicht so starke Kriterien von den Bewerbern und Bewerberinnen verlangen.

1. Alternative zur Medizin: Technik und Naturwissenschaften

Hat man den Wunsch, medizinische Inhalte mit Technik zu verbinden, kann man sich Plätze in den Studiengängen Medizintechnik, Biomedizinische Technik, Medizininformatik oder Gesundheitstechnologie sichern. Ist man eher naturwissenschaftlich interessiert, kommen die Biowissenschaften, Biomedizinische Chemie, Molekulare (Bio-)Medizin, Medizinische Biologie oder Medizinische Biotechnologie in Betracht.

2. Alternative zur Medizin: Vermittlung und Pädagogik

Plätze in den Fachrichtungen Informationsmanagement im Gesundheitswesen, Medizinisches Informationsmanagement oder Wissenschaftsjournalismus wären eine Möglichkeit, wenn man sich für die Informationsvermittlung im medizinischen Feld interessiert. Viele Universitäten bieten aber auch einen Medizinpädagogik-Studiengang oder einen solchen im Bereich Gesundheitspsychologie oder Heilpädagogik an. Diese Studiengänge sind ratsam, wenn man sich in den Studiengängen auch mit der Pädagogik beschäftigen möchte.

3. Alternative zur Medizin: Pflege und Management

Abiturienten und Abiturientinnen (bzw. Maturant/-innen) können sich aber auch für die Pflege entscheiden. Plätze findet man dann in der Pflegewissenschaft oder Advanced Nursing Practice. Stellt man sich gerne die Frage nach Inhalten aus dem wirtschaftlichen, organisatorischen oder managementbezogenen Feld, kommt eher ein Studiengang in den Bereichen Medizinökonomie, Medizinisches Management, Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen, Health Care Management oder Medical Controlling in Betracht.

Weitere Angebote

Darüber hinaus gibt es oft auch Angebote, die die Pharmazie, Ernährungswissenschaften, Lebensmitteltechnologie bzw. Lebensmittelwissenschaften, Neurowissenschaften oder Therapiewissenschaften behandeln. Auch eine Ausbildung als Therapeut/in (z.B. Physiotherapeut/in, Logopäde/Logopädin bzw. Sprachtherapeut/in), Notfallsanitäter/in oder Augenoptiker/in ist medizinnah.

Man kann also die Medizin mit anderen Komponenten kombinieren oder sich auf Teilbereiche der Medizin fokussieren. Hier erhält man leichter einen Platz im Studium, der erforderliche Abiturschnitt ist nicht so hoch und die Universitäten haben meistens keine oder nicht so strenge Auswahlverfahren.

Genauere Details und Informationen zu den Alternativen zum Medizinstudium haben wir dir in diesem Artikel zusammengefasst.

FAQ

Was ist der niedrigste NC für Medizin?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, da der Numerus Clausus jedes Semester neu berechnet wird. Üblicherweise liegt er aber überall in Deutschland zwischen 1,0 und 1,2.

Kann man mit 3,0 Medizin studieren?

Auch Bewerber/-innen mit einer Abiturdurchschnittsnote von 3,0 können Medizin studieren. Dann bietet sich z.B. ein Medizinstudium ohne NC an, da man so ohne hervorragendes Abitur einen Studienplatz erhalten kann.

Kann jeder Medizin studieren?

Jeder mit der Hochschulzugangsberechtigung (z.B. Abitur) kann Medizin studieren, jedoch ist der Numerus Clausus sehr hoch. Erreicht man diesen nicht, ist unter Umständen aber auch ein Medizinstudium ohne NC möglich.