Hebamme Studium 8 Bachelor-Studiengänge in Österreich
Inhaltsverzeichnis
Hebamme studieren: Menschen vor, während und nach der Geburt begleiten
Hebammen begleiten Schwangere, Gebärende, Wöchnerinnen, Neugeborene und Familien in einer sehr besonderen Lebensphase. Im Studium lernst du, Schwangerschaften fachlich einzuschätzen, Geburten zu begleiten, Mutter und Kind im Wochenbett zu betreuen und Familien beim Stillen, bei der Pflege und bei vielen Fragen rund um die erste Zeit mit dem Baby zu unterstützen.
Das Hebamme-Studium verbindet medizinisches Wissen, praktische Geburtshilfe, Beratung, Kommunikation und wissenschaftliches Arbeiten. Du beschäftigst dich mit Anatomie, Physiologie, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit, Neugeborenenversorgung, Hygiene, Notfällen, Recht, Ethik und Gesundheitsförderung. Dazu kommen viele Praxisphasen, in denen du Schritt für Schritt lernst, Verantwortung zu übernehmen.
Hebammen sind keine Ärztinnen oder Ärzte. Sie arbeiten eigenverantwortlich in ihrem beruflichen Aufgabenbereich, erkennen aber auch, wann ärztliche Unterstützung notwendig ist. Genau diese Mischung aus Nähe, Fachwissen, Ruhe und Verantwortung macht den Beruf anspruchsvoll — und für viele sehr erfüllend.
Hebamme
FH Gesundheitsberufe OÖ GmbH
Hebamme
fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
Hebammen
Fachhochschule Campus Wien
Hebammen
Fachhochschule Kärnten
Hebammen
Fachhochschule Salzburg GmbH
Hebammen
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Burgenland GmbH
Hebammen
IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems (GmbH)
Ist dieses Studium das Richtige für mich?
Überprüfe mit unserem Studienwahltest, ob Hebamme das richtige Studium für dich ist.
yelosmiley - stock.adobe.comAblauf, Dauer und Abschluss
Das Hebamme-Studium dauert häufig sechs bis sieben Semester. In Deutschland sind viele Studiengänge dual oder praxisintegrierend aufgebaut und umfassen oft 210 ECTS. In Österreich dauert das Bachelorstudium meist sechs Semester und umfasst 180 ECTS. Je nach Land, Hochschule und Studienmodell können Dauer und Aufbau etwas abweichen.
Der Studienverlauf verbindet Theorie und Praxis. An der Hochschule beschäftigst du dich mit medizinischen Grundlagen, Hebammenwissenschaft, Geburtshilfe, Kommunikation, Recht, Ethik und Forschung. In den Praxisphasen lernst du die Arbeit im Kreißsaal, auf Wochenbettstationen, in Ambulanzen, Geburtshäusern oder bei freiberuflichen Hebammen kennen.
Am Ende steht meist ein Bachelorabschluss, häufig der Bachelor of Science. In vielen Studiengängen ist mit dem Abschluss auch die staatliche Berufszulassung verbunden oder die staatliche Prüfung Teil des Studienabschlusses. Wer später stärker in Forschung, Lehre, Management oder spezialisierte Versorgungsbereiche möchte, kann anschließend einen passenden Master wählen.

Bild: luckybusiness / AdobeStock
Praxisphasen im Hebamme-Studium
Praxis gehört von Anfang an zum Hebamme-Studium. Viele Studiengänge sind dual oder praxisintegrierend aufgebaut. Das bedeutet: Du lernst nicht nur an der Hochschule, sondern auch in Kliniken, Kreißsälen, Wochenbettstationen, Schwangerenambulanzen, Geburtshäusern oder bei freiberuflichen Hebammen.
In den Praxisphasen begleitest du Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit Schritt für Schritt. Du beobachtest, übst unter Anleitung, dokumentierst, führst Gespräche, lernst Untersuchungen kennen und sammelst Erfahrung im Umgang mit unterschiedlichen Situationen. Dazu können auch Einsätze in Neonatologie, Kinderklinik oder weiteren medizinischen Bereichen gehören.
Die Praxis ist intensiv, manchmal körperlich anstrengend und emotional fordernd. Genau deshalb ist sie so wichtig. Als Hebamme brauchst du nicht nur Fachwissen, sondern auch Sicherheit im Handeln, Ruhe in unerwarteten Situationen und ein gutes Gespür für Menschen.
Typische Lehrveranstaltungen
-
Sexualität und Familienplanung
-
Frauen- und Familiengesundheit
-
Risiko- und Qualitätsmanagement
-
Gesundheitssystem und -politik
-
Hebammenlehre
-
Neugeborenen- und Säuglingshilfe
-
Notfall- und Intensivmedizin
-
Gynäkologie und Reproduktionsmedizin
-
Allgemeine Anatomie und Physiologie
-
Stillen und Stillberatung
-
Hygiene und Pflege
-
Ernährungslehre und Ernährungsberatung
Voraussetzungen für das Hebamme-Studium
Für ein Hebamme-Studium brauchst du in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung, zum Beispiel Abitur, Fachhochschulreife, Matura, Berufsmatura oder einen gleichwertigen Abschluss. Je nach Hochschule können zusätzlich Auswahlverfahren, Aufnahmegespräch, Motivationsschreiben, Gesundheitsnachweis, Führungszeugnis, Praktikum oder bestimmte Fristen wichtig sein.
Persönlich solltest du Interesse an Medizin, Gesundheit, Geburtshilfe und Menschen mitbringen. Du brauchst Empathie, Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, auch unter Druck ruhig zu bleiben. Blut, Körperflüssigkeiten, Schmerzen, Unsicherheit und Notfälle gehören zum Beruf dazu — damit solltest du umgehen können.
Genauso wichtig sind Kommunikationsstärke und Beobachtungsgabe. Hebammen müssen gut erklären, genau zuhören, Veränderungen erkennen und vertrauensvoll begleiten. Das Studium passt deshalb besonders gut, wenn du fachlich gründlich arbeiten möchtest und gleichzeitig den direkten Kontakt mit Menschen suchst.
Passt das Hebamme-Studium zu mir?
Das Hebamme-Studium passt zu dir, wenn du Menschen in einer intensiven Lebensphase begleiten möchtest und dich für Medizin, Geburt, Familie und Beratung interessierst. Du solltest einfühlsam sein, aber auch klar handeln können. Der Beruf braucht Herz, aber eben auch Nerven, Fachwissen und Verantwortungsbewusstsein.
Das Studium ist praxisnah und anspruchsvoll. Du lernst viel über den Körper, Schwangerschaft, Geburt, Notfälle, Hygiene, Stillzeit, Neugeborene und Familiengesundheit. Gleichzeitig wirst du mit Situationen konfrontiert, die emotional belastend sein können. Nicht jede Geburt verläuft unkompliziert, und nicht jede Familie ist entspannt.
Gut passt das Studium zu dir, wenn dich Fragen wie diese interessieren:
- Wie verläuft eine Schwangerschaft?
- Wie begleitet man eine Geburt sicher?
- Was braucht ein Neugeborenes in den ersten Stunden?
- Wie unterstützt man beim Stillen?
- Wann ist ärztliche Hilfe notwendig?
- Und wie bleibt man ruhig, wenn es schnell gehen muss?
Berufschancen nach dem Hebamme-Studium
Nach dem Hebamme-Studium kannst du in Kliniken, Kreißsälen, Geburtshäusern, Hebammenpraxen, Schwangerenambulanzen, Wochenbettstationen, Beratungsstellen oder freiberuflich arbeiten. Mögliche Aufgaben sind Schwangerenvorsorge, Geburtsbegleitung, Wochenbettbetreuung, Stillberatung, Rückbildung, Familienberatung, Prävention und Gesundheitsförderung.
Viele Hebammen arbeiten angestellt, freiberuflich oder in einer Kombination aus beidem. Je nach Interesse kannst du stärker in der klinischen Geburtshilfe, in der außerklinischen Betreuung, in Beratung, Prävention, Lehre, Forschung, Qualitätsmanagement oder Leitung tätig werden.
Der Beruf ist verantwortungsvoll und nah am Menschen. Gleichzeitig können Schichtdienst, Rufbereitschaft, körperliche Belastung und emotionale Situationen herausfordernd sein. Wer gut begleitet, ruhig bleibt und fachlich sicher arbeitet, übernimmt eine wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung von Frauen, Kindern und Familien.
Berufsbeispiele
FAQ
Was lernt man im Hebamme-Studium?
Im Hebamme-Studium lernst du, Schwangere, Gebärende, Wöchnerinnen, Neugeborene und Familien fachlich zu begleiten. Typische Inhalte sind Hebammenwissenschaft, Anatomie, Physiologie, Schwangerschaft, Geburtshilfe, Wochenbettbetreuung, Stillberatung, Neugeborenenversorgung, Hygiene, Notfallmanagement, Recht, Ethik und Kommunikation.
Wie lange dauert das Hebamme-Studium?
Das Hebamme-Studium dauert häufig sechs bis sieben Semester. In Deutschland sind viele Studiengänge auf sieben Semester und 210 ECTS ausgelegt. In Österreich dauert das Bachelorstudium meist sechs Semester und umfasst 180 ECTS.
Welchen Abschluss bekommt man?
Meist schließt das Hebamme-Studium mit dem Bachelor of Science ab. Je nach Land und Studiengang ist mit dem Abschluss auch die staatliche Berufszulassung verbunden oder eine staatliche Prüfung Teil des Studienabschlusses.
Welche Voraussetzungen brauche ich?
Meist brauchst du eine Hochschulzugangsberechtigung, zum Beispiel Abitur, Fachhochschulreife, Matura, Berufsmatura oder einen gleichwertigen Abschluss. Zusätzlich können Auswahlverfahren, Aufnahmegespräch, Motivationsschreiben, Gesundheitsnachweis, Führungszeugnis oder Praktikum verlangt werden.
Kann man Hebamme ohne Studium werden?
In Deutschland ist der Weg in den Hebammenberuf seit der Reform der Hebammenausbildung grundsätzlich akademisch organisiert. Auch in Österreich und der Schweiz führt der Berufseinstieg über ein Bachelorstudium. Wer bereits eine ältere Hebammenausbildung abgeschlossen hat, kann je nach Studienmodell verkürzt oder weiterführend studieren.
Ist das Hebamme-Studium dual?
Viele Hebamme-Studiengänge sind dual oder praxisintegrierend aufgebaut. Das bedeutet, dass du Theorie an der Hochschule und Praxis in Kliniken, Kreißsälen, Wochenbettstationen, Ambulanzen, Geburtshäusern oder bei freiberuflichen Hebammen verbindest.
Gibt es ein Hebamme-Fernstudium?
Ein klassisches Fernstudium wird im Hebammenwesen in der Regel nicht angeboten. Das liegt an den umfangreichen Praxisphasen und daran, dass viele Kompetenzen direkt in der Geburtshilfe, Betreuung und Versorgung gelernt werden müssen.
Was ist der Unterschied zwischen Hebamme und Ärztin oder Arzt?
Hebammen begleiten Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Neugeborene in ihrem beruflichen Aufgabenbereich eigenverantwortlich. Ärztinnen und Ärzte übernehmen vor allem medizinische Diagnostik, Behandlung und Eingriffe, besonders bei Risiken oder Komplikationen. In der Praxis arbeiten beide Berufsgruppen eng zusammen.
Was ist der Unterschied zwischen Hebamme und Pflege?
Hebammen sind auf Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Neugeborenenversorgung spezialisiert. Pflegefachpersonen betreuen Menschen mit unterschiedlichen Erkrankungen, Einschränkungen und Pflegebedarfen in vielen Lebensphasen und medizinischen Bereichen.
Ist das Hebamme-Studium schwer?
Das Studium ist anspruchsvoll, weil medizinisches Wissen, wissenschaftliches Arbeiten und viel Praxis zusammenkommen. Zusätzlich brauchst du Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein und Ruhe in stressigen Situationen. Wer sich für Geburtshilfe, Gesundheit und direkte Arbeit mit Menschen interessiert, kann darin aber einen sehr passenden Weg finden.
Welche Jobs gibt es nach dem Hebamme-Studium?
Nach dem Studium kannst du in Kliniken, Kreißsälen, Geburtshäusern, Hebammenpraxen, Schwangerenambulanzen, Wochenbettstationen, Beratungsstellen oder freiberuflich arbeiten. Auch Tätigkeiten in Lehre, Forschung, Qualitätsmanagement, Prävention, Familienberatung oder Leitung sind möglich.
Passt das Hebamme-Studium zu mir?
Das Studium passt zu dir, wenn du Menschen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett begleiten möchtest. Du solltest empathisch, belastbar, verantwortungsbewusst und kommunikativ sein und Interesse an Medizin, Gesundheit, Beratung und praktischer Arbeit haben.