Materialwissenschaftler/in werden

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„Materialwissenschaftler/-innen erforschen, entwickeln und verbessern Materialien, die in technischen Produkten, medizinischen Anwendungen und industriellen Verfahren zum Einsatz kommen.“

Wie lassen sich Smartphones leichter, Flugzeuge stabiler und Batterien umweltfreundlicher machen? Mit solchen Fragen beschäftigen sich Materialwissenschaftler/-innen. Wenn du dich für Physik, Chemie und technische Entwicklungen interessierst, könnte dieser Beruf zu dir passen. Du kannst im Labor experimentieren, neue Werkstoffe entwickeln oder untersuchen, wie sich Materialien unter bestimmten Bedingungen verhalten.

Was macht man als Materialwissenschaftler/in?

Als Materialwissenschaftler/in beschäftigst du dich mit dem Aufbau, den Eigenschaften und der Herstellung von Materialien. Dazu gehören beispielsweise Metalle, Kunststoffe, Glas, Halbleiter und Verbundwerkstoffe. Du untersuchst, warum ein Material besonders leicht, hart, elastisch, hitzebeständig oder elektrisch leitfähig ist. Auf dieser Grundlage entwickelst du neue Werkstoffe oder verbesserst bereits vorhandene Materialien für bestimmte Einsatzbereiche.

Im Berufsalltag planst du Experimente, bereitest Proben vor und analysierst diese mithilfe moderner Messgeräte und Mikroskope. Du testest beispielsweise, wie belastbar ein Metall ist, warum ein Kunststoff spröde wird oder wie eine Beschichtung vor Korrosion schützt. Die Ergebnisse dokumentierst du, wertest Messdaten aus und leitest daraus Empfehlungen für die Materialentwicklung oder Produktion ab. 

Materialwissenschaft ist nicht nur Laborarbeit. Obwohl Experimente und Materialprüfungen eine wichtige Rolle spielen, gehören auch die Auswertung von Daten, das Schreiben von Berichten und die Abstimmung mit anderen Fachbereichen zum Arbeitsalltag. Wenn du ein neues Material entwickelst, musst du schließlich auch erklären können, unter welchen Bedingungen es zuverlässig eingesetzt werden kann.

Wie wird man Materialwissenschaftler/in?

Der klassische Weg in den Beruf führt über ein Studium der Materialwissenschaften oder Werkstoffwissenschaften. Je nach Universität oder Hochschule kann das Fach unterschiedlich heißen und verschiedene Schwerpunkte setzen. Für viele Tätigkeiten in der Industrie gibt es Einstiegsmöglichkeiten nach dem Bachelorabschluss, für anspruchsvolle Forschungsaufgaben und wissenschaftliche Tätigkeiten ist ein Masterstudium aber oft sinnvoll oder erforderlich. 

Welche Voraussetzungen brauchen Materialwissenschaftler/-innen?

Für den Beruf solltest du dich für naturwissenschaftliche Zusammenhänge interessieren und gerne herausfinden, warum Dinge bestimmte Eigenschaften haben. Besonders wichtig sind Kenntnisse in Physik und Chemie, denn beide Fächer bilden eine Grundlage der Materialwissenschaften. Auch Mathematik spielt eine große Rolle, beispielsweise wenn du Messwerte auswertest, Materialeigenschaften berechnest oder Versuchsergebnisse mithilfe von Modellen erklärst.

Hilfreich sind außerdem technisches Verständnis, analytisches Denken und eine sorgfältige Arbeitsweise. Im Labor musst du genau arbeiten, Sicherheitsvorschriften einhalten und auch kleine Veränderungen bei Messungen beachten. Geduld ist ebenfalls wichtig, denn nicht jedes Experiment liefert sofort das gewünschte Ergebnis. Wenn du gerne Probleme löst, Zusammenhänge untersuchst und dich von Rückschlägen nicht entmutigen lässt, bringst du gute Voraussetzungen mit.

Die Arbeit ist häufig interdisziplinär. Materialwissenschaftler/-innen arbeiten mit Chemiker/-innen, Physiker/-innen, Ingenieur/-innen und Fachkräften aus der Produktion zusammen. Bei medizinischen Anwendungen können auch Mediziner/-innen beteiligt sein. Du musst also nicht alles allein lösen, solltest aber bereit sein, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und deine Ergebnisse verständlich zu vermitteln.

Wo arbeitet man als Materialwissenschaftler/in?

Als Materialwissenschaftler/in kannst du in zahlreichen Branchen arbeiten, denn fast überall, wo Produkte hergestellt oder technische Bauteile eingesetzt werden, spielen Materialeigenschaften eine Rolle. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es beispielsweise in der Metallindustrie, der Chemie- und Kunststoffindustrie, im Maschinenbau, in der Automobilindustrie sowie in der Luft- und Raumfahrt.

Auch Unternehmen aus der Elektronik- und Halbleiterbranche beschäftigen Fachkräfte, die Materialien für Chips, Sensoren oder andere elektronische Bauteile entwickeln und prüfen. Dabei stehen Leistung, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit im Mittelpunkt. Ein weiterer Bereich ist die Medizin- und Energietechnik. Hier geht es beispielsweise um Implantate, medizinische Beschichtungen, Solarzellen, Brennstoffzellen oder leistungsfähige Batteriesysteme.

Darüber hinaus arbeiten Materialwissenschaftler/-innen an Universitäten, Forschungsinstituten und spezialisierten Prüflaboren. Dort untersuchen sie neue Werkstoffe, entwickeln Messverfahren oder erforschen, wie Materialien unter unterschiedlichen Bedingungen reagieren. Mit zunehmender Berufserfahrung kannst du dich außerdem in Richtung Projektleitung, Qualitätsmanagement, technische Beratung oder Forschung und Entwicklung weiterentwickeln.

Nicht jeder Arbeitsplatz ist gleich: Manche Fachkräfte verbringen einen großen Teil ihrer Zeit im Labor oder in Produktionsanlagen, andere arbeiten überwiegend am Computer, werten Daten aus oder koordinieren Entwicklungsprojekte. Auch eine Kombination aus Laborarbeit, Besprechungen und Dokumentation ist üblich.

Welche ähnlichen Berufe gibt es?

Wenn dich die Entwicklung und Untersuchung von Werkstoffen interessiert, könnte auch der Beruf Werkstoffprüfer/in zu dir passen. Hier liegt der Schwerpunkt stärker auf der Prüfung und Qualitätssicherung von Materialien und Bauteilen. Materialwissenschaftler/-innen beschäftigen sich dagegen häufig zusätzlich mit der Entwicklung neuer Werkstoffe und den wissenschaftlichen Grundlagen ihrer Eigenschaften.

Auch als Chemiker/in kannst du dich mit Materialien beschäftigen, insbesondere mit ihrer Zusammensetzung, ihren Reaktionen und ihrer Herstellung. Physiker/-innen untersuchen unter anderem die grundlegenden Eigenschaften von Materie und können beispielsweise in der Halbleiter- oder Nanotechnologie tätig sein. Als Verfahrenstechniker/in beschäftigst du dich stärker mit technischen Prozessen, durch die Rohstoffe verarbeitet und Produkte hergestellt werden.

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FAQ

Welche Materialien untersucht man als Materialwissenschaftler/in?

Du kannst dich mit ganz unterschiedlichen Werkstoffen beschäftigen, darunter Metalle, Kunststoffe, Keramiken, Glas, Halbleiter und Verbundwerkstoffe. Welche Materialien im Mittelpunkt stehen, hängt von deiner Spezialisierung und deinem Arbeitgeber ab. In der Batterieforschung untersuchst du beispielsweise Elektrodenmaterialien, während du in der Medizintechnik an Werkstoffen für Implantate arbeiten kannst.

Ist Materialwissenschaftler/in ein Beruf mit Zukunft?

Materialwissenschaften sind für zahlreiche technische Entwicklungen relevant, beispielsweise für Batterien, Halbleiter, medizinische Materialien und Recyclingverfahren. Daraus ergeben sich Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Branchen. Wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt, hängt jedoch von der wirtschaftlichen Lage, der jeweiligen Spezialisierung und dem Bedarf der Unternehmen ab.

Ist der Beruf Materialwissenschaftler/in kreativ?

Ja, denn bei der Entwicklung neuer Materialien sind Ideenreichtum und Experimentierfreude gefragt. Du überlegst, wie sich bestimmte Eigenschaften verbessern lassen, entwickelst Versuchsansätze und suchst nach Lösungen für technische Probleme. Gleichzeitig brauchst du wissenschaftliche Genauigkeit, um zu überprüfen, ob deine Ideen tatsächlich funktionieren.

Arbeitet man als Materialwissenschaftler/in eher in der Forschung oder in der Industrie?

Beides ist möglich. In der Forschung entwickelst du neue Materialien, untersuchst ihre Eigenschaften und arbeitest an wissenschaftlichen Fragestellungen. In der Industrie stehen häufig konkrete Anwendungen im Mittelpunkt, etwa die Verbesserung eines Produkts, die Sicherung der Qualität oder die Optimierung von Herstellungsverfahren. Auch Übergänge zwischen Forschung und Industrie sind möglich.

Passt der Beruf Materialwissenschaftler/in zu mir?

Der Beruf könnte zu dir passen, wenn du wissen möchtest, warum Materialien bestimmte Eigenschaften haben und wie sich diese gezielt verändern lassen. Du solltest Freude an naturwissenschaftlichen Fragestellungen, sorgfältigem Arbeiten und dem Lösen komplexer Probleme mitbringen. Wenn du dagegen möglichst wenig mit Mathematik, Physik oder Chemie zu tun haben möchtest, solltest du dir die Studieninhalte vorher genau ansehen.

Detaillierte Informationen zu den Fachrichtungen

Was kann ich studieren, um Materialwissenschaftler/in zu werden?

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    Wirtschaftsingenieur:in Nachhaltige Logistik

    Fachhochschule Erfurt

    Master of Engineering | 4 Semester (Vollzeit)

    Additive Manufacturing

    Universität Paderborn

    Master of Science | 4 Semester (Vollzeit)
    DE   Paderborn

    Advanced Components: Werkstoffe für die Mobilität

    Technische Universität Bergakademie Freiberg

    Dipl.-Ing. | 10 Semester (Vollzeit)
    DE   Freiberg

    Advanced Functional Materials

    Technische Universität Chemnitz

    Master of Science | 4 Semester (Vollzeit)
    DE   Chemnitz

    Advanced Materials & Processes

    Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

    Master of Science | 4 Semester (Vollzeit)
    DE   Erlangen

    Advanced Materials Analysis

    Technische Universität Bergakademie Freiberg

    Master | 4 Semester (Vollzeit)
    DE   Freiberg

    Advanced Materials and Manufacturing (Research Master)

    Hochschule Aalen - Technik, Wirtschaft und Gesundheit

    Master of Science | 3 Semester (Vollzeit)
    DE   Aalen

    Advanced Materials Science

    Technische Universität Graz

    Master of Science | 4 Semester (Vollzeit)
    AT   Graz

    Advanced Materials Science

    Technische Universität Graz/Karl-Franzens-Universität

    Diplom-Ingenieurin bzw. Diplom-Ingenieur | 4 Semester (Vollzeit)
    AT   Graz

    Advanced Materials Science

    Universität Graz

    DiplomingenieurIn „Dipl.-Ing.” | 4 Semester (Vollzeit)
    AT   Graz