Bachelor berufsbegleitend
Bachelor berufsbegleitend
Inhaltsverzeichnis
Bachelor berufsbegleitend - ein Faktencheck
Zunächst einmal...
- Vollzeit, Teilzeit, dual oder berufsbegleitend – ein Bachelor-Studium kann ganz unterschiedlich organisiert sein.
- Präsenz, Fernstudium oder Blended Learning – auch bei der Art der Lehrveranstaltungen gibt es verschiedene Modelle.
Ein berufsbegleitendes Studium ist speziell darauf ausgerichtet, Studium und Beruf miteinander zu verbinden. Wir zeigen dir, wie ein berufsbegleitender Bachelor aufgebaut ist, wie er sich von anderen Studienmodellen unterscheidet und welche Fachrichtungen dafür infrage kommen. Außerdem erfährst du, welche Voraussetzungen du erfüllen musst, wie hoch die Belastung sein kann und welche beruflichen Möglichkeiten sich nach dem Abschluss ergeben.

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Berufsbegleitender Bachelor: Allgemeine Fragen
Vollzeit, Teilzeit, dual, berufsbegleitend - die Modelle im Überblick
Bachelor berufsbegleitend
Berufsbegleitend zu studieren bedeutet, dass das Studium so organisiert ist, dass du gleichzeitig einer Berufstätigkeit nachgehen kannst. Je nach Studiengang und persönlicher Situation ist eine Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung möglich. Lehrveranstaltungen finden häufig abends, am Wochenende, geblockt oder online statt. Meist verteilen sich die Studienleistungen auf einen längeren Zeitraum als bei einem Vollzeitstudium.
Hier gilt also: Beruf und Studium lassen sich miteinander verbinden. Dafür musst du allerdings genügend Zeit für Lehrveranstaltungen, Selbststudium und Prüfungen einplanen.
Bachelor Vollzeit
Bei einem Vollzeitstudium steht das Studium im Mittelpunkt. Die meisten Lehrveranstaltungen finden unter der Woche statt und der vorgesehene Arbeitsaufwand entspricht ungefähr einer Vollzeitbeschäftigung. Viele Studierende arbeiten trotzdem nebenbei oder erfüllen andere Verpflichtungen – wie gut das möglich ist, hängt vom Studium und vom Umfang des Jobs ab.
Hier gilt also: Das Studium nimmt einen großen Teil der Woche ein und kann meist schneller abgeschlossen werden als ein berufsbegleitendes oder Teilzeitstudium.
Bachelor Teilzeit
Bei einem Teilzeitstudium verteilst du die Studienleistungen auf einen längeren Zeitraum. Pro Semester belegst du meist weniger Lehrveranstaltungen als in einem Vollzeitstudium. Das kann sinnvoll sein, wenn du nebenbei arbeitest, Kinder betreust oder aus anderen Gründen mehr zeitliche Flexibilität benötigst.
Teilzeitstudium und berufsbegleitendes Studium können sich überschneiden. Während „Teilzeit“ vor allem den Umfang des Studiums beschreibt, bedeutet „berufsbegleitend“, dass die Organisation gezielt auf Berufstätige ausgerichtet ist.
Hier gilt also: Weniger Studienleistungen pro Semester bedeuten meist eine längere Studiendauer, können aber mehr Freiraum im Alltag schaffen.
Bachelor dual
Ein duales Studium verbindet Hochschulstudium und praktische Tätigkeit in einem Unternehmen oder einer anderen Organisation besonders eng miteinander. Dabei wechseln sich Theorie- und Praxisphasen ab oder finden parallel statt. Je nach Modell absolvierst du zusätzlich zum Studium eine Berufsausbildung oder sammelst umfangreiche Praxiserfahrung in einem Partnerunternehmen.
Hier gilt also: Du verbindest Studium und Berufspraxis von Anfang an miteinander und bist meist vertraglich an ein Partnerunternehmen gebunden.
Berufsbegleitend: Präsenz- oder Fernstudium?
Wenn du dich für einen berufsbegleitenden Bachelor entscheidest, stehen je nach Studiengang unterschiedliche Lehrformen zur Auswahl. Neben klassischen Präsenz- und Fernstudiengängen gibt es heute zahlreiche Mischformen.
Bei einem Fernstudium findet ein großer Teil des Studiums unabhängig vom Hochschulstandort statt. Du lernst beispielsweise mit digitalen Studienunterlagen, aufgezeichneten oder live übertragenen Vorlesungen, Online-Seminaren und virtuellen Lernplattformen. Je nach Studiengang können trotzdem einzelne Präsenztermine vor Ort vorgesehen sein. Ein Fernstudium bietet viel Flexibilität, verlangt aber auch ein hohes Maß an Selbstorganisation.
Bei einem berufsbegleitenden Präsenzstudium finden die Lehrveranstaltungen überwiegend vor Ort statt. Damit Berufstätige teilnehmen können, werden sie häufig am Abend, am Wochenende oder in geblockter Form angeboten.
Daneben gibt es immer mehr Studiengänge mit Blended Learning: Präsenztermine werden dabei mit Online-Lehre und Selbstlernphasen kombiniert. Dadurch musst du nicht für jede Veranstaltung an die Hochschule fahren, hast aber trotzdem regelmäßig persönlichen Kontakt zu Lehrenden und Mitstudierenden.

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Berufsbegleitend: Welche Fächer werden angeboten?
Besonders verbreitet sind berufsbegleitende Bachelor-Studiengänge in Bereichen wie Wirtschaft und Management, Informatik und Digitalisierung, Technik, Gesundheit und Pflege sowie Soziales. Je nach Hochschule kommen weitere Fachrichtungen hinzu, beispielsweise Marketing, Wirtschaftsinformatik, Psychologie-nahe Studiengänge, Immobilienwirtschaft, Tourismus, Projektmanagement, Finanzwesen oder Medienmanagement.
Nicht jedes Studienfach wird berufsbegleitend angeboten. Wenn du bereits eine bestimmte Studienrichtung im Blick hast, solltest du daher prüfen, welche Studienmodelle dafür verfügbar sind.
Aufbau im berufsbegleitenden Bachelor-Studium
Ein berufsbegleitender Bachelor dauert häufig länger als ein vergleichbares Vollzeitstudium. Je nach Studiengang, Hochschule und Studienmodell sind etwa sieben bis zehn Semester möglich. Inhaltlich unterscheidet sich das Studium nicht grundsätzlich von einem anderen Bachelor. Zunächst stehen meist fachliche Grundlagen auf dem Studienplan, später folgen mögliche Vertiefungen oder Wahlmöglichkeiten sowie die Bachelor-Arbeit.
Lehrveranstaltungen können abends, am Wochenende oder geblockt stattfinden. Bei Online- und Fernstudiengängen spielen Selbstlernphasen eine besonders große Rolle. Wie flexibel du tatsächlich bist, hängt allerdings vom jeweiligen Angebot ab: Auch Online-Studiengänge können feste Termine oder verpflichtende Präsenzphasen enthalten.
Job, Studium und Familie vereinen
Beruf, Studium, Freunde, Familie und Sport - alle Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen, ist wahrscheinlich die größte Herausforderung eines berufsbegleitenden Studiums. Wie gut das funktioniert, hängt stark von deinem Job, deinem Studienmodell und deiner persönlichen Situation ab. Deshalb solltest du vor Studienbeginn möglichst realistisch prüfen, wann du Zeit für Lehrveranstaltungen, Prüfungen und das Lernen einplanen kannst. Auch Fahrzeiten können eine Rolle spielen, wobei hier ein Fernstudium mehr Flexibilität bieten kann.
Manchmal kann auch der/die Arbeitgeber/in unterstützen. Möglich sind zum Beispiel flexiblere Arbeitszeiten, eine vorübergehende Reduktion der Arbeitszeit, Homeoffice oder eine finanzielle Beteiligung am Studium. Welche Möglichkeiten bestehen, hängt vom Unternehmen und den jeweiligen Regelungen ab. Übernimmt ein Unternehmen einen Teil der Studienkosten, kann damit eine Vereinbarung verbunden sein, nach dem Abschluss noch für eine bestimmte Zeit im Unternehmen zu bleiben. Solche Bedingungen solltest du dir genau ansehen.

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Warum den Bachelor berufsbegleitend absolvieren?
Ein berufsbegleitendes Studium kann interessant sein, wenn du studieren möchtest, deinen Beruf aber nicht aufgeben willst. Du sammelst weiterhin Berufserfahrung, hast ein regelmäßiges Einkommen und kannst einen akademischen Abschluss erwerben. Was du im Studium lernst, kannst du oft direkt im Berufsalltag anwenden. Umgekehrt kann dir deine praktische Erfahrung dabei helfen, theoretische Inhalte besser einzuordnen.
Ein Bachelor kann außerdem neue berufliche Möglichkeiten eröffnen. Je nach Branche und Studienrichtung kannst du dich für andere Aufgaben qualifizieren, dich spezialisieren oder Voraussetzungen für bestimmte Positionen erfüllen. Ein beruflicher Aufstieg oder ein höheres Gehalt sind dadurch allerdings nicht automatisch garantiert.
Die Kombination aus Job und Studium hat auch Nachteile: Lehrveranstaltungen, Prüfungen und Lernzeiten kommen zusätzlich zum Berufsalltag hinzu. Dadurch bleibt während intensiver Phasen weniger Freizeit. Du musst deshalb nicht besonders „stressresistent“ sein, um berufsbegleitend studieren zu können. Viel wichtiger sind ein realistisches Zeitmanagement, ausreichend Erholungszeiten und Rahmenbedingungen, die zu deinem Alltag passen.
Welche Vorteile hat ein Bachelor-Studium generell?
Mit einem Bachelor erwirbst du einen ersten akademischen Hochschulabschluss. Damit kannst du dich für zahlreiche Berufe qualifizieren, für die ein Studium vorausgesetzt oder bevorzugt wird. Außerdem eröffnet ein Bachelor grundsätzlich die Möglichkeit, anschließend einen passenden Master zu absolvieren. Welche Zulassungsvoraussetzungen dafür gelten, hängt vom jeweiligen Master-Studiengang ab.
Auch beruflich kann ein Hochschulabschluss zusätzliche Möglichkeiten schaffen. Ob du dadurch tatsächlich mehr verdienst oder schneller aufsteigst, hängt allerdings von vielen Faktoren ab – beispielsweise vom Beruf, der Branche, deiner Berufserfahrung und der konkreten Position.
Wie entscheidet man sich für ein Fach und ein Modell?
Das richtige Studium zu finden, fällt vielen Studieninteressierten nicht leicht. Wenn du bereits berufstätig bist, hast du allerdings einen Vorteil: Durch deine bisherigen Erfahrungen weißt du vielleicht schon genauer, welche Themen dich interessieren – oder in welche Richtung du dich gerade nicht weiterentwickeln möchtest.
Überlege dir zunächst, was du studieren möchtest: Die Studieninhalte sollten dabei eine wichtige Rolle spielen. Ein besonders flexibles Studienmodell bringt dir wenig, wenn dich die Inhalte oder Spezialisierungen nicht interessieren. Danach kannst du vergleichen, in welchen Studienmodellen dein Wunschfach angeboten wird.
Bei der Entscheidung zwischen Präsenz-, Online-, Fern- oder Hybridstudium solltest du nicht nur auf die Bezeichnung achten. Sieh dir den tatsächlichen Ablauf genau an: Wie oft musst du an die Hochschule? Finden Lehrveranstaltungen am Abend oder Wochenende statt? Wie flexibel kannst du Prüfungen planen?
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Bild: Pixel-Shot / AdobeStock
Was bringt ein berufsbegleitendes Studium beruflich?
Ein berufsbegleitender Bachelor kann dir helfen, dein Fachwissen zu erweitern, zusätzliche Kompetenzen aufzubauen oder dich beruflich neu zu orientieren. Besonders interessant ist die Verbindung aus theoretischem Wissen und Berufspraxis: Während andere Studierende ihre praktische Erfahrung erst sammeln müssen, bringst du sie bereits mit.
Welche Möglichkeiten sich nach dem Studium ergeben, hängt stark von deiner Studienrichtung und deiner bisherigen Berufserfahrung ab. Denkbar sind beispielsweise neue Fachaufgaben, eine Spezialisierung, ein Wechsel in einen anderen Tätigkeitsbereich oder – mit entsprechender Erfahrung – auch Führungsaufgaben. Eine bestimmte Position, Beförderung oder Gehaltssteigerung garantiert ein Bachelor-Abschluss allerdings nicht.
Voraussetzungen und Bewerbung
Die Voraussetzungen für einen berufsbegleitenden Bachelor unterscheiden sich je nach Land, Hochschule und Studiengang. Informiere dich deshalb immer über die konkreten Zulassungsvoraussetzungen des Studiengangs, für den du dich interessierst. Je nach Hochschule können außerdem Aufnahmeverfahren, Eignungsgespräche oder zusätzliche Nachweise vorgesehen sein.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es unterschiedliche Formen der Hochschulzugangsberechtigung. Neben klassischen schulischen Abschlüssen wie Abitur oder Matura können je nach Hochschule und Land auch berufliche Qualifikationen den Zugang zu einem Studium ermöglichen. Manche Studiengänge setzen zusätzlich Berufserfahrung voraus oder richten sich ausdrücklich an Personen, die bereits in einem bestimmten Bereich arbeiten. Andere berufsbegleitende Bachelor können direkt nach der Schule oder einer Ausbildung begonnen werden.
Auch die Kosten unterscheiden sich stark. Sie hängen unter anderem vom Land, der Hochschule und dem Studienmodell ab. Neben Studien- oder Semestergebühren können Kosten für Lernmaterialien, Prüfungen sowie Fahrt- und Übernachtungskosten entstehen. Manche Arbeitgeber/-innen beteiligen sich an den Studienkosten. Daneben kommen je nach persönlicher Situation und Land unterschiedliche Förderungen, Stipendien oder Finanzierungsmöglichkeiten infrage.
FAQ
Muss ich arbeiten, um berufsbegleitend studieren zu können?
Nicht unbedingt. Ein berufsbegleitender Studiengang ist so organisiert, dass er sich mit einer Berufstätigkeit kombinieren lässt. Ob du tatsächlich berufstätig sein musst und in welchem Umfang, hängt vom jeweiligen Studiengang ab. Manche Angebote setzen Berufserfahrung oder eine aktuelle Beschäftigung voraus, andere nicht.
Kann ich direkt nach der Ausbildung berufsbegleitend studieren?
Das ist bei vielen Studiengängen möglich. Welche Voraussetzungen du erfüllen musst, hängt von Hochschule, Studiengang und Land ab. Unter bestimmten Bedingungen kann auch eine berufliche Qualifikation den Zugang zu einem Bachelor ermöglichen.
Wie funktioniert berufsbegleitend studieren?
Du kombinierst Beruf und Studium. Lehrveranstaltungen finden beispielsweise am Abend, am Wochenende, online oder in geblockter Form statt. Zusätzlich musst du Zeit für Selbststudium, Aufgaben und Prüfungsvorbereitung einplanen. Wie hoch der wöchentliche Aufwand ist, unterscheidet sich von Studiengang zu Studiengang.
Wie lange dauert ein berufsbegleitender Bachelor?
Berufsbegleitende Bachelor-Studiengänge dauern häufig länger als Vollzeitstudiengänge. Je nach Studienmodell sind beispielsweise sieben bis zehn Semester möglich. Die genaue Regelstudienzeit findest du beim jeweiligen Studiengang.
Ist ein berufsbegleitender Bachelor genauso viel wert wie ein Vollzeit-Bachelor?
Ja. Entscheidest du dich für einen regulären akkreditierten bzw. anerkannten Bachelor-Studiengang, erhältst du unabhängig vom Studienmodell einen entsprechenden akademischen Bachelor-Abschluss. Auf dem Abschluss steht also nicht, dass du „nur“ berufsbegleitend studiert hast.
Was ist ein berufsbegleitendes Präsenzstudium?
Dabei finden die Lehrveranstaltungen überwiegend vor Ort statt. Sie werden häufig am Abend, am Wochenende oder geblockt angeboten, damit sie sich mit einem Beruf vereinbaren lassen. Einige Studiengänge kombinieren Präsenztermine zusätzlich mit Online-Lehre.
Ist ein Fernstudium automatisch berufsbegleitend?
Nein. „Fernstudium“ beschreibt vor allem, wie und wo du studierst, während „berufsbegleitend“ beschreibt, dass das Studium organisatorisch mit einer Berufstätigkeit vereinbar ist. Viele Fernstudiengänge sind berufsbegleitend konzipiert, die Begriffe bedeuten aber nicht dasselbe.
Kann ich nach einem berufsbegleitenden Bachelor einen Master machen?
Grundsätzlich ja. Ein berufsbegleitender Bachelor kann ebenso wie ein Vollzeit-Bachelor zu einem Master-Studium berechtigen. Ob du für einen bestimmten Master zugelassen wirst, hängt von dessen individuellen Voraussetzungen ab.